221 Millionen Franken für Prämienverbilligung im Kanton Solothurn
Der Kanton Solothurn will 2027 rund 221 Millionen Franken für die Prämienverbilligung einsetzen. Der Regierungsrat hat die entsprechende Vorlage dem Kantonsrat vorgelegt.
(Keystone-SDA) Dies stellt eine Zunahme von etwa neun Millionen Franken oder 4,3 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr dar und soll den Prämienanstieg teilweise abfedern, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte.
Bund und Kantone leisten Beiträge an die Prämienverbilligung (IPV) für Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Der Kantonsrat beschliesst den definitiven Kantonsbeitrag auf Antrag des Regierungsrates. Dieser entspricht nach Sozialgesetz mindestens 80 Prozent des Bundesbeitrages.
Personen, die Ergänzungsleistungen für einkommensschwache Familien oder Sozialhilfe beziehen, haben automatisch Anspruch auf Prämienverbilligung. Sie erhalten rund drei Viertel der Beiträge. Diese Ausgaben könne der Regierungsrat nicht direkt beeinflussen, hiess es weiter.
Stärkerer Anstieg im Kanton Solothurn
Ab dem Jahr 2028 entfaltet laut Mitteilung der indirekte Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Maximal 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkassenprämien (Prämien-Entlastungs-Initiative)» seine volle Wirkung. Der Kanton Solothurn wird dann einen wesentlich höheren Kantonsbeitrag zur Entlastung von Haushalten mit tiefen und mittleren Einkommen bereitstellen, wie es hiess.
Im Kanton Solothurn steigt die mittlere Krankenkassenprämie 2027 über alle Altersklassen inklusive Wahlfranchisen und Modelle im Vergleich zum laufenden Jahr stärker als im Schweizer Durchschnitt. Die Prämie erhöht sich um 6 Prozent oder 23.50 Franken auf 417.50 Franken. Diese Prämie liegt um 5.50 Franken über dem Schweizer Mittelwert von 412.0 Franken. Dies gab das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Ende September bekannt.
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