AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Kaum verändert erwartet – Verkürzter Handel
FRANKFURT (awp international) – Die deutschen Aktienindizes werden am letzten und verkürzten Handelstag dieses Jahres kaum verändert erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex Dax stand am Donnerstag gegen 8.05 Uhr bei 6.998,12 Punkten und damit minimale 0,04 Prozent über dem Xetra-Schluss vom Vortag.
Die Vorgaben von der Wall Street waren gemischt und ähnlich unspektakulär. Während der Dow Jones am Mittwoch ein geringes Plus verbucht hatte, verlor der Future auf den US-Leitindex seit dem Xetra-Schluss 0,06 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index mit einem Minus von 1,12 Prozent. Händler erwarten einen ruhigen Handel. Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage wie schon in den vergangenen Tagen dünn, auch nennenswerte Konjunkturdaten stehen bis zum vorgezogenen deutschen Handelsschluss um 14.00 Uhr nicht an.
SIEMENS IM BLICK – PLÄNE FÜR NEUE WINDENERGIE-FABRIKEN
Unter den Einzelwerten rücken die Aktien von Siemens nach einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zu geplanten Windenergie-Fabriken in den Blick. Dem Blatt zufolge will der Münchener Konzern im kommenden Jahr mit dem Aufbau der Produktion in Brasilien, Indien und Russland beginnen. Dafür sollen Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe vorgesehen sein. Der Kurseinfluss dieser Nachricht sollte sich jedoch in Grenzen halten, kommentierte ein Händler. Vorbörslich reagierten die Papiere von Siemens bei Lang & Schwarz (L&S) entsprechend kaum.
Derweil hat es in einem brasilianischen Stahlwerk von ThyssenKrupp erneut Umweltprobleme gegeben. In dem Werk nahe Rio de Janeiro war es offenbar zu Graphitstaubemissionen gekommen. Der Konzern werde die entstandenen Kosten schätzen und die Höhe von Entschädigungen in Kürze mitteilen, hiess es. Wegen ähnlicher Probleme hatte die staatliche Umweltbehörde (INEA) die brasilianische ThyssenKrupp-Tochter CSA im Sommer bereits mit einer Geldbusse von 1,8 Millionen Reais (807.000 Euro) belegt. Vorbörslich verloren Thyssen-Papiere leicht.
SAP NACH BERICHT ZU MITBEGRÜNDER TSCHIRA IM FOKUS
Die «Financial Times» berichtet, dass SAP-Mitbegründer Klaus Tschira nicht die Absicht hat, sich von seinen etwa 8,4 Prozent an dem Walldorfer Konzern zum derzeitigen Kurs zu trennen. Er sehe auch keinen Handlungsdruck, schrieb das Blatt weiter. Den SAP-Kurs dürften die Aussagen nur bedingt bewegen, hiess es von Händlerseite.
Mit Blick auf Daimler verwiesen Marktteilnehmer darauf, dass der Stuttgarter Konzern beim Kleinlaster Sprinter in den USA in diesem Jahr insgesamt mit ähnlichen Verkaufszahlen rechnet wie 2009. Bis 2009 hatten Dodge-Händler in den USA den Sprinter angeboten./chs/rum