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AKTIEN FRANKFURT/Dax mit minimalen Gewinnen bei dünner Nachrichtenlage

Dieser Inhalt wurde am 28. Dezember 2010 - 14:49 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich am Dienstag nach den deutlichen Verlusten vom Vortag zumindest minimal im Plus gehalten. Der deutsche Leitindex machte bis zum Nachmittag 0,09 Prozent auf 6.977,14 Punkte gut. Für den MDax ging es geringfügig um 0,04 Prozent auf 10.089,40 Punkte nach unten, der TecDax stieg um 0,50 Prozent auf 846,34 Punkte.
"Es ist ein Verschnaufen nach dem Kursrücksetzer von gestern", sagte Thomas Körfgen, Geschäftsführer von SEB Asset Management. Die Liquidität im Markt sei gering und mancher Anleger schaue nun, ob der Dax bis zum Jahresende noch einmal die Marke von 7.000 Punkten erreiche. Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage sehr dünn. Für Bewegung könnten am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA sorgen, darunter Zahlen zum Verbrauchervertrauen sowie der Case-Shiller-Hauspreisindex.
BMW SCHWACH - ABSTUFUNG DURCH METZLER
Autowerte starteten zunächst mit Gewinnen in den Handel, drehten dann aber ins Minus und setzten damit ihre schwache Entwicklung des Vortages fort. Die Aktien von BMW verbilligten sich am Dax-Ende um 2,18 Prozent auf 57,930 Euro. Belastend wirkte, dass das Bankhaus Metzler die Papiere des Münchener Autobauers von "Buy" auf "Sell" und das Kursziel von 60 auf 55 Euro gesenkt hatte. BMW-Titel seien derzeit 15 bis 20 Prozent teurer als der Sektor, sagte Analyst Jürgen Pieper. Zudem dürfte der Blick des Marktes im kommenden Jahr mehr auf das Lkw-Geschäft gerichtet sein. "Und da haben Daimler und VW mehr zu bieten als BMW."
Insgesamt sei bei Autowerten das positive Überraschungsmomentum raus und das zuletzt starke Wachstum dürfte sich abschwächen, sagte Pieper. Entsprechend ging es auch für die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) nach unten, und zwar um 2,01 Prozent auf 119,55 Euro. Die Aktien von Daimler büssten 0,89 Prozent auf 51,110 Euro ein. Hier sorgte zudem ein Bericht der "Börsen-Zeitung" zur Lastwagensparte des Konzerns für Bewegung. Demnach ist die Ausgliederung dieses Geschäfts bei dem Stuttgarter Konzern fortan kein Tabu mehr.
ZULIEFERER ZÄHLEN ZU STÄRKSTEN MDAX-WERTEN - VDA-AUSSAGEN
Im Gegensatz zu den Werten der Autobauer konnten sich die Titel von Zulieferern wie Continental und ElringKlinger im MDax in der Gewinnzone halten. Erstere legten 1,31 Prozent auf 59,610 Euro zu, letztere 0,35 Prozent auf 25,640 Euro. Stützend dürften die Aussagen von Matthias Wissmann in der "Börsen-Zeitung" gewirkt haben. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) hatte gesagt, dass die deutschen Pkw-Hersteller an der Kapazitätsgrenze produzierten.
Spitzenreiter im Dax waren die Aktien von RWE mit einem Aufschlag von 1,01 Prozent auf 50,100 Euro, und auch die Papiere des Konkurrenten Eon gewannen 0,72 Prozent auf 22,995 Euro. Einige Anleger griffen mit Blick auf die Dividendenrendite bei diesen Titeln zu, kommentierte ein Händler. Mit plus 0,53 Prozent auf 47,180 Euro lagen auch HeidelbergCement im vorderen Dax-Drittel. Zuvor war bekannt geworden, dass der Schweizer Konkurrent Holcim mehrere Betriebe vom französischen Mitbewerber Lafarge erwirbt, was ein Analyst als strategisch sinnvoll bezeichnete.
ROTH & RAU STÜRZEN NACH ERNEUTER GEWINNWARNUNG AB
Im TecDax rutschten derweil die Aktien des Solarzulieferers Roth & Rau nach einer erneuten Gewinnwarnung um 9,54 Prozent auf 12,520 Euro ab. Zum zweiten Mal binnen zwei Monaten müssen bei dem sächsischen Unternehmen Abschreibungen vorgenommen werden. Diesmal geht es um 12,5 Millionen Euro, weil der US-Kunde SpectraWatt kurz vor dem Aus steht./chs/ajx

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