Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Der Sommer 2026 ist offiziell vorbei und die Daten zeigen: Es war der heisseste in der Schweiz seit Messbeginn.
Auf den Sommer folgt der September, ebenfalls ein Rekordmonat, doch in einer anderen Kategorie: In keinem anderen Monat werden mehr Kinder geboren. Warum das so ist, erfahren Sie im Briefing.
Herzliche Grüsse aus Bern
Jetzt ist es offiziell: Die Schweiz hat den heissesten Sommer seit Messbeginn erlebt. Die hohen Temperaturen sind längst kein Ausreisser mehr.
Heute habe ich zum ersten Mal zur Daunenjacke gegriffen, als ich frühmorgens das Haus verlassen habe. Doch vor zwei Tagen erreichten die Temperaturen noch dreissig Grad und die Hitze dieses Sommers werden weder Mensch noch Natur so schnell vergessen.
Nun bestätigen es auch die Daten: Der vergangene Sommer war in der Schweiz der heisseste seit Messbeginn. Die Monate Juni, Juli und August übertrafen den bisherigen Rekordhalter 2003 um 0,4 Grad. In Basel-Binnigen wurde am 30. Juli mit 39,7 Grad Celsius der höchste Wert nördlich der Alpen gemessen. Die landesweite Mitteltemperatur betrug 17,2 Grad Celsius – da sind die Nächte auch miteingerechnet. An vielen Orten gab es so viele Tropennächte und Hitzetage wie nie zuvor.
Die Rekorde fielen auch ausserhalb der Schweiz, der August war weltweit der heisseste seit Messbeginn. Die Daten zeigen auch, wie die Sommer heisser werden. Seit 2015 gab es in Westeuropa keinen Sommer mehr, der kälter war als das Mittel der Referenzperiode 1991-2020.
Eine Abgabe auf Arbeitskräfte aus dem Ausland soll Einheimische bevorzugen. Doch ausgerechnet die SVP hält wenig von der Idee.
Man könnte denken, dass eine Massnahme, die inländische Arbeitskräfte bevorzugt, bei der SVP für Zustimmung sorgen würde. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Wie der Tages-Anzeiger schreibt, kritisiert die Partei die sogenannte Zuwanderungsabgabe scharf.
Funktionieren würde die Abgabe so: Wenn ein Arbeitgeber im Ausland Angestellte rekrutiert, müsste er eine Abgabe in der Höhe zwischen 5000 und 50’000 Franken bezahlen. Die Idee kursiere in Bundesbern seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative 2014, so der Tages-Anzeiger. Jetzt hat SP-Bundesrat Beat Jans zwei Motionen für eine Zuwanderungsabgabe zur Annahme empfohlen.
Doch ganz so einfach ist es nicht. Menschen, die in die Schweiz einwandern, um hier zu arbeiten, kommen hauptsächlich aus der EU. Und diese können wegen der Personenfreizügigkeit nicht einfach mit einer Abgabe belegt werden. Bleiben die Personen aus Drittstaaten, im letzten Jahr waren dies 4300. Für die SVP ist die Empfehlung von Jans ein «Ablenkungsmanöver», das nur eine sehr kleine Personengruppe betreffen würde und über den geplanten Ausbau des Personenfreizügigkeitsabkommens hinwegtäuschen solle, so Fraktionspräsident Thomas Aeschi.
Ein Schweizerkreuz auf Schuhen aus Asien? Seit diesem Jahr ist das unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Doch die sogenannte «Lex On» ist weiterhin umstritten – sogar innerhalb der Bundesverwaltung.
On-Schuhe sind, spätestens seit Roger Federer in das Geschäft eingestiegen ist, weltweit beliebt. Und seit diesem März dürfen sie sich noch mit einem weiteren Qualitätsmerkmal schmücken, das rund um den Globus gut ankommt: einem Schweizerkreuz. Obwohl die Treter in Asien hergestellt werden. Dies sorgte bei anderen Schweizer Unternehmen für Kritik: Sie befürchten, dass dadurch die Swissness-Regeln aufgeweicht und die Marke Schweiz geschwächt werden.
Zwei Vorstösse forderten, den Entscheid rückgängig zu machen, der Bundesrat will jedoch daran festhalten. Wie Recherchen von CH Media zeigen, kam ausgerechnet aus dem Wirtschaftsdepartement von Guy Parmelin Widerstand. Bemerkenswert ist das, weil das ebenfalls dort angesiedelte Seco zuvor auf eine Lockerung der Swissness-Regeln gedrängt haben soll.
Doch zum gleichen Departement gehört auch die Landwirtschaft. Für Käse, Schokolade oder andere Lebensmittel kann ein Schweizerkreuz matchentscheidend sein, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Der Streit um das Kreuz verläuft nicht nur zwischen Wirtschaft und Staat, sondern durch die Verwaltung selbst.
Der September ist der geburtenstärkste Monat der Schweiz. Das hat mit Weihnachten zu tun – aber nicht nur.
Haben Sie gewusst, dass in der Schweiz die meisten Kinder im September zur Welt kommen? Der 25. September ist der geburtenstärkste Tag des Jahres, wie die Aargauer Zeitung heute schreibt. Der Grund dafür, Sie ahnen es sicher schon, sind die 38 Wochen vorher stattfindenden Advents- und Feiertage.
Die romantische Weihnachtszeit oder vielleicht der nachlassende Stress, wenn die Familie nach dem Fest wieder abgereist ist, sind jedoch nicht die einzigen Gründe. «Es gibt auch eine biologische Erklärung», sagt Demografin Laura Bernardi. Der Winter ist besser für die Zeugung, da die Hitze sowohl den Eisprung der Frauen wie auch die Spermienqualität der Männer beeinflusse.
Die Schweiz ist damit nicht allein, der September ist heute in vielen westlichen Ländern der geburtenstärkste Monat. Vor den 1970er-Jahren kamen hierzulande jedoch die meisten Kinder im Frühling zur Welt. Vielleicht, weil die Menschen im Sommer wohlgenährt und deshalb fruchtbarer waren oder weil die Kinder gleich nach den Hochzeiten, die meist im Sommer stattfinden, gezeugt wurden.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards