Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September hat sich Beat Reinhart erstmals bereit erklärt, öffentlich von seinen Erlebnissen an diesem Tag zu erzählen. Der Auslandschweizer arbeitete direkt gegenüber den Türmen des World Trade Center, als diese getroffen wurden. Sein Bericht erinnert daran, dass sich hinter den grossen Ereignissen der Geschichte auch zutiefst persönliche Erinnerungen verbergen.
Auch in der Schweiz herrscht grosse Betroffenheit nach einem schweren Unfall eines Reisecars im Kanton Graubünden, bei dem fünf Menschen ihr Leben verloren haben. Das Drama, das sowohl in den Niederlanden als auch in der Schweiz grosse Aufmerksamkeit erregt hat, beherrscht die nationale Berichterstattung an diesem Freitag.
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Vor 25 Jahren erschütterten die Anschläge vom 11. September die Vereinigten Staaten und prägten die jüngere Weltgeschichte nachhaltig. Die Entführung von vier Linienflugzeugen, die Angriffe auf die Türme des World Trade Center und das Pentagon sowie der Tod von fast 3000 Menschen prägten eine ganze Generation und leiteten eine neue Ära im Kampf gegen den Terrorismus ein.
Heute Freitag finden in den Vereinigten Staaten und in weiteren Ländern Gedenkfeiern zum 25. Jahrestag der Anschläge statt. Über die durch die Bilder der Zwillingstürme ausgelösten Emotionen hinaus bleibt dieses Datum mit den tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen verbunden, die darauf folgten – vom Krieg in Afghanistan bis zur Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen im Flugverkehr.
Aus diesem Anlass gibt Swissinfo Beat Reinhart eine Stimme, einem Auslandschweizer, der am Morgen des 11. September 2001 in Manhattan arbeitete, direkt gegenüber den Zwillingstürmen. 25 Jahre lang hat er diesen Tag nur sehr selten öffentlich erwähnt. In seinem Bericht schildert er Minute für Minute die Verwirrung der ersten Stunden, die Evakuierung seines Büros und wie er vom anderen Ufer des Hudson aus den Einsturz der Türme mitverfolgte.
Wie viele direkte Zeugen berichtet er vor allem davon, was nach dem Ereignis geschah. Der Schock, die Stille, die aufeinanderfolgenden Trauerfeiern und der anhaltende Geruch der Brände hinterliessen über Monate, ja sogar Jahre hinweg Spuren. Sein Augenzeugenbericht zeigt, dass 25 Jahre nach den Anschlägen manche Erinnerungen immer noch schwer zu erzählen sind.
Der Zivilstand «geschieden» könnte bald aus offiziellen Schweizer Dokumenten verschwinden. Der Bundesrat unterstützt eine Motion der freisinnigen Nationalrätin Nadine Gobet. Diese fordert, dass eine Scheidung zwar weiterhin als Zivilstandsereignis registriert wird, jedoch keinen eigenständigen Zivilstand mehr darstellt. Nach Ansicht der Urheberin dieser Reform soll der Zivilstand die aktuelle rechtliche Situation einer Person beschreiben und nicht ihren gesamten Lebensweg abbilden.
Heute bleibt der Vermerk «geschieden» in Verwaltungsformularen teilweise über Jahrzehnte hinweg bestehen, nachdem eine Person ihre Ehe aufgelöst hat. Die Befürwortenden einer Änderung sind der Ansicht, dass diese Kategorie nicht mehr nötig ist, da die Scheidung bereits in den amtlichen Registern erfasst ist und bei Bedarf eingesehen werden kann. Sie weisen auch darauf hin, dass dieser Vermerk bei gewissen Verwaltungsvorgängen als stigmatisierend empfunden werden kann.
Die Reform steht jedoch erst am Anfang. Die vom Bundesrat unterstützte Motion muss noch vom Parlament behandelt werden, bevor es zu allfälligen Gesetzesänderungen kommt. Über ihren technischen Aspekt hinaus zeugt die Debatte von der Entwicklung der Familienmodelle und der zunehmenden Schwierigkeit der Verwaltung, ihre Kategorien an immer vielfältigere Lebensläufe anzupassen.
Eine Wohnung in der Schweiz zu finden, wird immer schwieriger. Gemäss den neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik ist die Leerwohnungsziffer per 1. Juni auf 0,93% gesunken, mit lediglich 45’493 leerstehenden Wohnungen im ganzen Land. Damit wird die symbolische Marke von 1% zum ersten Mal seit rund 15 Jahren unterschritten.
Das Unterschreiten der 1%-Marke bestätigt, dass sich die Wohnungsknappheit auf einen Grossteil des Landes ausweitet. 15 Kantone weisen nun eine Leerwohnungsziffer unter diesem Schwellenwert auf – ein Zeichen dafür, dass die Schwierigkeit, eine Wohnung zu finden, nicht mehr auf einige grosse städtische Zentren beschränkt ist.
Diese Entwicklung verdeckt jedoch erhebliche regionale Unterschiede. Besonders angespannt ist die Lage in den Kantonen Zug (0,2%) und Genf (0,31%), welche die tiefsten Leerwohnungsziffern des Landes aufweisen. Umgekehrt bleibt der Druck in gewissen Randkantonen deutlich geringer, etwa im Kanton Jura, wo der Wert noch 3,35% erreicht – der höchste Stand der Schweiz.
Diese Knappheit betrifft vor allem den Mietmarkt. Die Zahl der zur Miete angebotenen Wohnungen ist innerhalb eines Jahres um 6,7% zurückgegangen, während die Mietzinsen weiter steigen. Laut dem Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverband, der sich auf eine Analyse des Beratungsunternehmens Wüest Partner stützt, hat sich das Angebot an bezahlbaren Wohnungen innerhalb von drei Jahren sogar halbiert, während sich das Luxussegment weiter ausdehnt.
Beim Unfall eines niederländischen Reisebusses in Graubünden sind fünf Menschen ums Leben gekommen und vierzig weitere wurden verletzt. Das Fahrzeug, das Feriengäste aus den Niederlanden transportierte, war zwischen Zernez und Susch im Engadin unterwegs, als es gegen eine Leitplanke stiess, von der Fahrbahn abkam und sich überschlug. Unter den Verletzten befinden sich drei Personen in kritischem Zustand.
Das Ausmass des Rettungseinsatzes zeugt von der Schwere des Dramas. Sieben Helikopter der Rega und weiterer Rettungsdienste sowie zahlreiche Ambulanzen wurden mobilisiert, um die Opfer in verschiedene Spitäler zu bringen. Die Einsätze dauerten einen Grossteil der Nacht an, bevor die Strasse am Freitagmorgen wieder freigegeben werden konnte.
Die genauen Umstände des Unfalls sind derzeit noch unbekannt. Die Bündner Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um diese zu klären. Ersten Angaben der Polizei zufolge war kein weiteres Fahrzeug beteiligt. Einige in niederländischen Medien verbreitete Informationen deuten auf ein mögliches Ausweichmanöver hin. Diese Hypothese ist bislang jedoch nicht bestätigt.
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