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Australiens Steuerpläne stossen bei BHP Billiton und Rio Tinto auf Widerstand

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 07:13 publiziert

CANBERRA(awp international) - In Australien zeichnet sich ein Machtkampf zwischen der Regierung und den mächtigen Minenkonzern BHP Billiton und Rio Tinto ab. Die am Sonntag von der Regierung vorstellten Pläne, die Gewinne der Bergbaukonzern höher zu besteuern, stossen bei den beiden Unternehmen auf Widerstand. "Falls die Pläne so wie angekündigt umgesetzt werden, ist damit die Wettbewerbsfähigkeit Australiens gefährden", sagte BHP Billiton-Chef Marius Kloppers laut Mitteilung vom Sonntag. Auch wenn noch nicht alle Details festständen, sei jetzt schon absehbar, dass langfristige Investitionen nicht mehr so attraktiv seien.
Kloppers sieht deshalb die Investitionen in die wichtigste Branche des Landes gefährdet. Der Steuersatz auf unsere Gewinne in Australien würde von derzeit rund 43 Prozent auf zirka 57 Prozent ab 2013 steigen. Der für das Geschäft in Australien verantwortliche Rio-Tinto-Manager David Peever sagte, dass die Regierungspläne das schlechteste aller möglichen Zeichen für Investoren sind. Die seit Ende 2007 regierende Regierung um den Premierminister Kevin Rudd hatte am Wochenende die ersten Pläne für eine grosse Steuerreform vorgestellt, bei der vor allem Privatleute und kleine Unternehmen entlastet werden sollten.
An der australischen Börse sorgten die Pläne am Montag für Kursverluste von bis zu fünf Prozent bei BHP Billiton und Rio Tinto. Beide Werte konnten sich zwar etwas erholen, lagen aber zuletzt immer noch deutlich im Minus./zb/tw

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