Bündner Fachhochschule will Wohnplätze für Studierende schaffen
In Chur GR herrscht Wohnungsknappheit. Das stellt neben den Einheimischen auch die Studierenden der Fachhochschule Graubünden (FHGR) vor grosse Herausforderungen. Diesen will die FHGR gemäss der Churer Regierung auch mit einem eigenen Wohnungsangebot begegnen.
(Keystone-SDA) Konkret sind gemäss einer Antwort der städtischen Exekutive auf eine Interpellation von SVP-Gemeinderätin Sandra Adank 200 Wohneinheiten geplant. Die FHGR sucht zusammen mit der Stadt und weiteren Akteuren Grundstücke mit mindestens 2500 Quadratmetern, die für diese Pläne infrage kommen.
Kein einfaches Unterfangen, wie die Regierung festhält. Die aussichtsreichste Option sei aktuell das Areal rund um das alte Stadtspital. Sie unterstützt die Realisierung eines Wohnangebots für Studierende an diesem Standort.
Der Rektor der FHGR, Gian-Paolo Curcio, bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass die Fachhochschule aufgrund des knappen Angebots an Wohnraum für Studierende aktiv werden möchte. Weil die Situation auch andere Bildungsinstitutionen in und um Chur betreffe, sei eine Kooperation zwischen diesen und der Stadt essentiell.
Noch keine konkreten Baupläne
Er hält aber auch fest: «Es handelt sich dabei erst um eine Absicht, es gibt noch keine Investitionsplanung oder gar konkrete Baupläne.» Auch die Zahl von 200 Wohneinheiten sei nicht fix. «Das Areal beim alten Stadtspital wäre aber gut geeignet, da die Nähe zum Bahnhof und zur Schule gegeben ist.»
Es ist aber Geduld gefragt. «Aufgrund von laufenden Baurechten, der Quartierplanpflicht sowie der voraussichtlich obligatorischen Durchführung einer Volksabstimmung über die Vergabe des Baurechts, dürfte es kaum möglich sein, diese Parzelle vor 2032 baureif zu übergeben», hält der Stadtrat fest.
Und Curcio erklärt, dass man unabhängig von diesem Projekt nach weiteren Möglichkeiten suche, um möglichst schnell weiteren Wohnraum für Studierende zu generieren. Denn eine Analyse zusammen mit der Stadt und den anderen Bildungsinstitutionen habe gezeigt, dass die Nachfrage an studentischem Wohnraum bei rund 600 Plätzen liege. Es sei aber auch klar, dass die Erhöhung des Angebots nur schrittweise realisiert werden könne.