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Basel erhält neue Sportanlage Margarethen und Eishalle Bachgraben

Keystone-SDA

Die Tage der Kunsteisbahn Margarethen in Basel sind gezählt. Die Regierung plant auf dem Areal eine multifunktionale Sport- und Bewegungsanlage. Dafür soll auf der Sportanlage Bachgraben eine neue Eishalle für den Vereins- und Schulsport entstehen.

(Keystone-SDA) Eine Sanierung der im Februar 1934 eröffneten Kunsteisbahn Margarethen würde zu viel kosten wäre trotzdem keine zukunftsfähige Lösung, wie der Basler Erziehungsdirektor Mustafa Atici (SP) am Freitag vor den Medien sagte. Mit der Lösung einer ganzjährigen, multifunktionalen Sport- und Bewegungsanlage für den Polysport bleibe die Anlage Margarethen weiterhin ein wichtiger Ort für das Quartier.

«Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass der Eissport gute Rahmenbedingungen mit zwei wettkampftauglichen Eisfeldern auf der Sportanlage Bachgraben erhält», sagte Atici.

Für die Wintermonate ist auf dem Areal Margarethen im Gundeli weiterhin eine öffentliche Eisfläche mit mobiler Eisproduktion vorgesehen, wie es weiter hiess.

Für die von den Fussballvereinen genutzten Rasenflächen bei der Sportanlage Bachgraben, die teilweise für den Bau der neuen Eisfelder weichen müssen, ist eine Kompensation vorgesehen. Die Kapazität soll also erhalten bleiben. Zudem seien mit der Schaffung neuer Kunstrasenfelder auf dieser Sportanlage bessere Belegungen möglich, allen voran in den Übergangsmonaten, sagte Steve Beutler, Leiter des Sportamts.

Vier Standorte für ein Hallenbad werden geprüft

Die Regierung geht gemäss ersten Schätzungen davon aus, dass die neue Sport- und Bewegungsanlage Margarethen rund 40 Millionen Franken und die neue Doppeleishalle Bachgraben für den Vereins- und Schulsport rund 57 Millionen Franken kosten wird.

Mit dem Bau der neuen Anlage auf dem Areal Margarethen kann jedoch erst gestartet werden, wenn die neue Eishalle in Betrieb genommen wurde. Laut Atici ist dies Mitte der 2030er-Jahre vorgesehen.

Im Rahmen von Machbarkeitsstudien soll darüber hinaus geprüft werden, ob die Standorte Klybeck-Areal 3, Rankhof, Feld 17 des St. Jakob-Areals und Westquai für den Bau eines neuen Hallenbads geeignet sind. Dies ist notwendig, weil das Parlament im Juni letzten Jahres die Pläne der Regierung, das Musical Theater zu einem Hallenbad umzunutzen, abgelehnt hatte. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 soll dem Grossen Rat ein Projektierungsratschlag vorgelegt werden.

Im Rahmen der strategischen Sportanlagenplanung 2026 erklärte Atici die Realisierung eines neuen Hallenbads, zusätzlicher Kunstrasenfelder, einer neuen Doppel-Eishalle und sich im Bau befindenden Sporthalle für den Breiten- und Schulsport zur höchsten Prioritätsstufe. Die neue Anlage Margarethen wurde mit der zweiten und Publikumssporthallen mit der dritten Prioritätstufe versehen.

Parlament wies Pläne zurück

Der Basler Grosse Rat hatte im März 2022 das damals vom Basler Erziehungsdirektor und heutigen Regierungspräsidenten Conradin Cramer (LDP) vorgelegte Sanierungsprojekt für die Kunsteisbahn Margarethen einstimmig zurückgewiesen.

Gleich zwei Kommissionen hatten die Rückweisung des rund 45 Millionen teuren Projekts beantragt – verbunden mit dem Auftrag, eine deutlich billigere Minimalvariante vorab für die Bedürfnisse des Volkssports auszuarbeiten. Zudem forderten die Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission sowie die Bau- und Raumplanungskommission mit einer Motion die Ausarbeitung eines zusätzlichen Projekts einer neuen Eishalle für den Vereinssport.

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