Baselland muss bei Sparmassnahmen in Sonderschulung über die Bücher
Der Baselbieter Landrat hat am Donnerstag einstimmig zwei Petitionen als Postulat an die Regierung überwiesen. Diese muss nun Sparmassnahmen im Bereich Sonderschulung und -betreuung überprüfen.
(Keystone-SDA) Ein Komitee bestehend aus Eltern von Kindern mit Behinderungen hatte Petitionen eingereicht, wie aus dem Bericht der Petitionskommission hervorgeht.
Im Kern verlangen die Petitionen, das Regierung und Parlament die heilpädagogischen Schulen im Kanton mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten, damit der Schulbetrieb und die familienergänzende Betreuung im bisherigen Umfang gewährleistet bleiben. Man wolle den Wegfall von Fachunterricht und eine Reduktion von Kindergartenstunden nicht hinnehmen.
Gemäss Stellungnahme von Bildungsdirektor Markus Eigenmann (FDP) ist die Gleichstellung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung ein «zentraler Wert». Im Rahmen der Finanzstrategie 2025-2028 habe seine Direktion aber Einsparungen vornehmen müssen. Bei der Beratung des Aufgaben und Finanzplans 2026-2029 habe sich der Landrat zudem gegen einen Antrag von Andreas Bammatter (SP) entschieden und eine Budgeterhöhung im Bereich Sonderschulung abgelehnt.
Die Petitionskommission hatte jedoch einstimmig empfohlen, die Petition als Postulat an die Regierung zu überweisen.