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Blue Balls Festival: Erfolg auch mit weniger bekannten Künstlern

(Keystone-SDA) Wie schon im vergangenen Jahr haben rund 100’000 Personen das Blue Balls Festival 2011 in Luzern besucht. Die Auslastung der Hauptkonzerte im KKL ging von 78 auf 72 Prozent zurück. Dennoch schliesst die Rechnung mit einem kleinen Gewinn.

Das Blue Balls Festival wurde am Samstagabend nach neuntägiger Dauer mit dem Auftritt des Engländers Jamie Lidell abgeschlossen. Insgesamt gab es auf den verschiedenen Bühnen rund um das Luzerner Seebecken über 100 Konzerte. Auf den grössten Zuspruch stiessen die – ausverkauften – Konzerte von Sophie Hunger und Ben Harper.

Ebenfalls ausverkauft gewesen wäre das Konzert von Beth Ditto am Freitagabend. Die US-Sängerin musste ihren Auftritt aber kurzfristig aus familiären Gründen absagen. Die Festival-Leitung bedauert diese Situation sehr. Welche finanziellen Auswirkungen diese Absage auf die Rechnung haben wird, konnte Festivalchef Urs Leierer noch nicht sagen.

Dass die Auslastung der Hauptkonzerte rückläufig war, ist auf den grösseren Anteil von jungen, unbekannten Musikern zurückzuführen. Leierer will auch in Zukunft an diesem Konzept festhalten, wie er der Nachrichtenagentur sda sagte.

Zwei, drei grosse Namen

Zwar brauche es zwei, drei grosse Namen für das KKL, so Leierer. Aber der künstlerische Aspekt sei wichtiger. Es interessiere ihn nicht, die gleichen Stars zu bringen, die auch andernorts zu hören seien. Dass man gleichwohl in den schwarzen Zahlen liege, widerlege die Auffassung, dass man ein Festival nur mit grossen Stars erfolgreich durchführen könne.

Zu den musikalischen Höhepunkten des diesjährigen Festivals zählt Urs Leierer die Auftritte von Rodrigo y Gabriela und Sophie Hunger am Eröffnungsabend. Mit der Sängerin und Songwriterin Sophie Hunger habe die Schweiz eine wirklich grosse, überzeugende Künstlerin.

Im kommenden Jahr feiert das Blue Balls Festival seine 20. Ausgabe. Dazu wird man sich laut Leierer einen speziellen Anlass einfallen lassen. Die bewährten Teile des Anlasses – Fotoausstellung, Video-Lounge, Bildende Kunst, Film-Vorführungen und die Talk-Show «Meet the Artists» – werden aber beibehalten.

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