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Bern (awp/sda) - Auch wenn alle noch Verbesserungsbedarf sehen - Autobranche, Verkehrs- und Umweltverbände sowie SP und Grüne begrüssen grundsätzlich die Überarbeitung der Energieetikette für Personenwagen. FDP und SVP lehnen sie als überflüssig ab.
Seit 2003 müssen neue Personenwagen mit einer Energieetikette gekennzeichnet sein. Diese wurde nun im Rahmen einer Teilrevision der Energieverordnung überarbeitet. Die Anhörung dauerte bis Montag.
Personenwagen werden in sieben Kategorien eingeteilt: von A für ein energieeffizientes Fahrzeug bis G für ein vergleichsweise ineffizientes Fahrzeug.
Die Einteilung hing bisher zu 40 Prozent von einem relativen Wert (Verbrauch im Verhältnis zum Gewicht) sowie zu 60 Prozent vom absoluten Treibstoffverbrauch ab. Fortan soll der relative Wert nur noch zu 35 Prozent und der absolute Verbrauch zu 65 Prozent berücksichtigt werden.
Neu werden auch alternative Antriebe wie Strom berücksichtigt. Um Vergleiche ziehen zu können, wird künftig deshalb auch der Verbrauch in Litern Benzinäquivalent pro 100 Kilometer angegeben. Die Behörden wollen die Etikette zudem jährlich dem neusten Stand der Technik anpassen.
Strasseschweiz, die Dachorganisation der Automobilwirtschaft und des privaten Strassenverkehrs, ist mit den Änderungen zu einem guten Teil einverstanden. Bei der Kategorieeinteilung möchte der Verband allerdings den absoluten Treibstoffverbrauch lieber nur zu 50 Prozent berücksichtigt wissen.
Nicht gut findet strasseschweiz die Idee, dass bei Dieselfahrzeugen das Vorhandensein - oder Fehlen - eines Partikelfilters deklariert werden soll. Das sei angesichts der geltenden Abgasvorschriften überflüssig und benachteilige Dieselfahrzeuge, welche die Abgasvorschriften auch ohne Partikelfilter erfüllten.
Auch die jährliche Etiketten-Anpassung hält strasseschweiz für überflüssig. Es sei am bisherigen Zweijahresrhythmus festzuhalten.
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) befürchtet ihrerseits, dass die stärkere Gewichtung des absoluten Treibstoffverbrauchs zu höheren Motorfahrzeugsteuern führt. Das kommt für die SAB einer Benachteiligung der Berggebiete und ländlichen Regionen gleich, zumal in diesen Gebieten ein Bedarf an allradangetriebenen Fahrzeugen bestehe.
Umweltverbände wie der VCS und die Energiestiftung sowie SP und Grüne unterstützen die Stossrichtung der Änderungen ebenfalls. Ihnen gehen sie aber zu wenig weit.
Bei der Berechnung der Effizienzkategorie möchten sie das Gewicht vermehrt oder gar ausschliesslich auf den absoluten Treibstoffverbrauch legen. Die derzeitige Formel setze ein falsches Signal, da damit auch grosse Fahrzeuge in die beste Kategorie Eingang fänden.
Während die CVP zur Revision keine Stellung nahm, wird diese von der FDP und der SVP abgelehnt. Beide Parteien sehen für die Konsumenten trotz einer Vielzahl zusätzlicher Informationen keinen Nutzen.
In zahlreichen Stellungnahmen wird im Übrigen an den indirekten Gegenvorschlag zur Offroader-Initiative erinnert. Nach diesem dürften bis zum Jahr 2015 neu zugelassene Autos durchschnittlich nur noch 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen. Für die FDP wird die Energieetikette damit überflüssig.
dl

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