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Wandern mit der KI als Bergführer kann auf gefährliche Pfade führen

Ausgefallene Routen, nicht vorhandene Hütten: Vergesst die KI in den Bergen!
Ausgefallene Routen, nicht vorhandene Hütten: Vergiss die KI in den Bergen! Screenshot SRF

Künstliche Intelligenz wird immer häufiger zur Planung von Bergwanderungen eingesetzt. Ein Tool, von dem Fachleute dringend abraten, da manchmal unrealistische Routen vorgeschlagen werden, welche die Tour schnell in einen Albtraum verwandeln können.

«Da wir um 11 Uhr hier ankamen, wollten wir gleich loslegen und wandern. Anstatt unzählige Websites zu durchforsten, lassen sich mit ChatGPT alle Informationen abrufen, für deren Beschaffung wir sonst viel Zeit gebraucht hätten», sagt eine Wanderin in der Nachrichtensendung von RTS, die wir im Mont-Blanc-Massiv getroffen haben, dessen 350 Kilometer Wanderwege das ganze Jahr über Bergbegeisterte anziehen.

«Wir fragen nach Wanderwegen, die unserem Niveau entsprechen, und nach Aussichtspunkten, solchen Dingen, wo man Halt machen kann», berichtet ein anderer Wanderer.

Vorsicht vor Fehlern

Eine mit künstlicher Intelligenz geplante Wanderung kann jedoch zum Albtraum werden. Diesen Sommer haben sich zwei Wanderinnen in den Pyrenäen verirrt, als sie einer von ChatGPT generierten Route folgten, während andere mitten in der Nacht auf 4000 Metern Höhe gerettet werden mussten. 

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Fehler kommen häufig vor, da die künstliche Intelligenz allgemeine Antworten vorschlägt, ohne das Wetter und die Jahreszeiten zu berücksichtigen.

«Im Winter durchquert man Gletschergebiete und gelangt viel direkter von Chamonix nach Zermatt, während die Sommerroute eine grosse Ellipse beschreibt und die Gletscher umgeht. Die Route ist nicht dieselbe, und die Hütten sind überhaupt nicht dieselben», sagt Wanderführer Pierre Le Clainche. 

«Oft sieht im Internet, in den sozialen Netzwerken und bei der KI alles schön und einfach aus, man ist der Stärkste. In der Natur ist das aber anders. Man muss sich bei den richtigen Leuten und den richtigen Stellen informieren», warnt der Walliser Bergführer Pierre Mathey, Generalsekretär des Schweizerischen Bergführer-Verbands.

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