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Wie gefährlich wird Starlink für Schweizer Mobilfunkanbieter?

Ein Mann im Anzug
Der US-Milliardär Elon Musk wird mit seinen Starlink-Satelliten immer mächtiger. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved.

Mit dem Erwerb von Mobilfunkfrequenzen in den USA macht Starlink einen weiteren Schritt nach vorne und könnte zu einem direkten Konkurrenten der traditionellen Netzbetreiber werden. In der Schweiz, wo die Netze bereits sehr gut ausgebaut sind, scheint die Bedrohung jedoch geringer zu sein.

Letztes Jahr im Berner Oberland hat das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Salt eine SMS von einem Satelliten bekommen, von Starlink, einem Unternehmen von Elon Musk. Musk möchte in der Schweiz per Satellit die Funklöcher in den Bergen schliessen.

Jetzt zeigt sich aber in den USA, dass aus so einer Kooperation eine ernsthafte Konkurrenz werden kann. SRF-Wirtschaftsredaktor Pascal Lago erklärt, welche Hürden Musk in der Schweiz überwinden müsste.

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Das Satellitenunternehmen Starlink, das zum US-Unternehmen SpaceX von Elon Musk gehört, hat Mobilfunkfrequenzen im 800-Megahertz-Bereich gekauft.

Mit dieser Frequenz kommt man auch durch dicke Wände. Bisher hat eine Handyverbindung über Satellit nur im Freien funktioniert, weil das Satellitensignal nicht durch Hauswände oder Bäume hindurchkommt.

Warum macht das die Mobilfunkbranche nervös?

Das ist ein Schock für die Mobilfunkbranche. Bisher hat Musk mit den Telekomunternehmen kooperiert, so wie in der Schweiz mit Salt. In den USA greift er sie nun frontal an. Die Aktien der grössten US-Telekomunternehmen sind prompt abgesackt.

Was macht den US-Markt für Musk interessant?

In den USA gibt es viel flaches Land und weite Autobahnen, wo Musk mit seinem Satellitennetz bereits stark vertreten ist. In einem solchen Land lohnt es sich für ihn, Milliarden zu investieren, um auch am Boden Fuss zu fassen. Mit einem terrestrischen Netz könnte er sein Satellitennetz ergänzen und ein lückenloses Netz im gesamten Land anbieten.

Müssen die Schweizer Mobilfunkanbieter Angst haben?

Die Situation in der Schweiz ist eine andere als in den USA. In der Schweiz soll Musk vor allem helfen, in abgelegenen Alpentälern eine Verbindung aufzubauen, etwa für Wanderer und Bergbauern. Im Rest des Landes haben wir bereits ein sehr dichtes Netz sowie eine gute 5G- und Glasfaserabdeckung.

Salt logo
Salt ist in Europa das erste Telekommunikationsunternehmen, das mit Musks Starlink kooperiert. Keystone / Peter Schneider

Was würde einen Markteintritt in der Schweiz erschweren?

SpaceX besitzt hier weder eigene Mobilfunkfrequenzen noch Antennen. Hinzu kommen regulatorische Vorschriften: Mobilfunkfrequenzen müssen teuer ersteigert werden.

Wer eine entsprechende Lizenz erwirbt, verpflichtet sich, mindestens 50 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit Mobilfunkdiensten abzudecken. Dafür müsste das Unternehmen eigene Antennen bauen oder sich teuer in bestehende Netze einmieten.

Ganz ausgeschlossen ist es nicht. Die Schweiz ist aber wahrscheinlich zu klein und der Markt bereits zu gesättigt, als dass es sich für Musk lohnen würde, hier mehr zu tun, als abgelegene Alpentäler abzudecken.

Die Verpflichtung zur Versorgung wäre teuer, wenn er Swisscom, Salt und Sunrise herausfordern wollte. Weite und flache Länder wie die USA, Kanada oder Australien sind deutlich interessanter.

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