Dutzende gedenken in Luzern den Opfern von Crans-Montana VS
Auch die Glocken der Luzerner Kirchen haben am Freitag um 14.00 Uhr anlässlich des nationalen Trauertags für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS geläutet. Während der Schweigeminute nahmen Dutzende Anteil.
(Keystone-SDA) In und um die Jesuitenkirche an der Reuss oder bei der Hofkirche St. Leodegar unweit der Seepromenade hielten die Menschen inne, wie Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beobachteten. Die Glocken läuteten mehrere Minuten lang.
Zuvor fand um 12.12 Uhr in der Peterskapelle am Kapellplatz eine ökumenische Besinnung statt. Rund 70 Personen nahmen daran teil, viele von ihnen zündeten zum Gedenken eine Kerze an.
Die Neujahrsnacht sei wohl eine der schwärzesten Nächte in der jüngeren Schweizer Geschichte gewesen, sagte die reformierte Pfarrerin Aline Kellenberger, die zusammen mit dem katholischen Theologen Meinrad Furrer durch die Besinnung führte. Sie habe gezeigt, wie zerbrechlich das Leben sei.
Zusammenstehen
Mit der Besinnung wollten die Kirchen ein Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern und ihren Familien setzen. In einer solchen Situation könne man zusammenstehen und an die denken, für die nichts mehr sei wie zuvor, sagte Kellenberger.
Auch der Hoffnung, dass «es wieder hell» werde und Friede einkehre, wurde in der Peterskapelle Ausdruck gegeben. Gesungen wurde der Kanon «Dona nobis pacem» (Gib uns Frieden). Der Gitarrist und Sänger Richie Lumambo begleitete den Anlass musikalisch.
Nach der rund halbstündigen Besinnung verharrten viele der Besucherinnen und -besucher in Stille in den Bänken oder zündeten eine Kerze an. Die Kirchen hatten auch wärmenden Tee bereitgestellt.
Die Besinnung fand im Rahmen des besinnlichen Mittagsimpuls «zwölfnachzwölf» statt, der an jedem Werktag in der Peterskapelle durchgeführt wird. Das Gotteshaus ist die älteste Kirche der Stadt Luzern.