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Ehemann: Gesundheitszustand von Nobelpreisträgerin Mohammadi kritisch

Keystone-SDA

Der Gesundheitszustand der iranischen Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi bleibt nach Angaben ihres Ehemanns kritisch. Sie habe einen starken Blutdruckabfall auf 9 zu 4 erlitten, zudem falle ihr inzwischen selbst das Sprechen schwer, schrieb der in Paris lebende Taghi Rahmani auf der Plattform X.

(Keystone-SDA) Das Ärzteteam könne sie laut Rahmani derzeit lediglich «provisorisch» mit Medikamenten stabilisieren. Ihr Zustand sei jedoch kritisch, sie benötige dringend eine umfassende medizinische Behandlung, warnte der Ehemann.

Die 54-Jährige liegt nach einem Herzinfarkt seit einer Woche auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der nordwestiranischen Stadt Sandschan, wo sie auch inhaftiert ist. Rahmani und andere Familienmitglieder fordern seit Tagen, Mohammadi nach Teheran zu verlegen, damit sie dort von ihren eigenen Fachärzten behandelt werden kann.

In diesem Jahr erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt

Auch die Narges-Mohammadi-Stiftung betonte, das medizinische Personal in Sandschan sei mit ihrer komplexen Krankengeschichte nicht ausreichend vertraut. Aus dem Ausland mehren sich ebenfalls Forderungen, Mohammadi entweder freizulassen oder zumindest in die Hauptstadt zu überstellen.

Mohammadi war 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe im Iran mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwalts erneut zu mehreren Jahren Haft wegen «Verschwörung» und «propagandistischer Aktivitäten» verurteilt; zudem gilt ein zweijähriges Ausreiseverbot.

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