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DÜSSELDORF (awp international) - Der grösste deutsche Energiekonzern Eon befürchtet wegen der Flutkatastrophe in Australien steigende Preise auch für die zur Stromgewinnung wichtige Kesselkohle. Hauptabnehmer von australischer Kohle wie Japan, Südkorea und Taiwan schauten sich bereits in anderen Ländern um, um ihre Nachfrage zu decken, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Im Blick haben sie dabei für Europa wichtige Exportländer wie Russland, Südafrika, USA oder Kolumbien. Das treibe den Preis nach oben, erklärte der Sprecher.
Die konkreten Folgen seien noch nicht abzuschätzen. Das hänge davon ab, wie lange die australischen Kohleminen unter den Folgen der Naturkatastrophe leiden. Im von den gigantischen Überschwemmungen betroffenen Bundesstaat Queensland liegen riesige Kohleabbaugebiete. Wegen der Flut kommt es dort zu massiven Produktionsausfällen.
Die Auswirkungen auf die Energiebranche dürften nach Eon-Angaben aber geringer sein als etwa auf die Stahlindustrie. Grund dafür ist, dass der Schwerpunkt der Exporte aus Queensland auf Kokskohle liegt, die zur Herstellung von Stahl wichtig ist. Die für die Stromerzeugung eingesetzte Kesselkohle mache hingegen nur 30 Prozent aus.
Direkte Auswirkungen gibt es für Eon nach Angaben des Sprechers bisher kaum. "Der Anteil australischer Kesselkohle lag für unsere Kraftwerke zuletzt bei unter einem Prozent, der aus Queensland noch darunter." Gründe seien der lange Seeweg bis Europa und die entsprechend hohen Frachtkosten./enl/nmu/tw

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