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ESSEN/MÜNCHEN (awp international) - Im Schmiergeldskandal um den Essener Industriedienstleister Ferrostaal sieht das Unternehmen trotz der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft gegen zwei Ex-Manager weiter Chancen für eine gütliche Einigung. Bis zum Gerichtsbeschluss über die mögliche Aufnahme eines Verfahrens könne es Monate dauern, sagte Ferrostaal-Sprecherin Maria Lahaye-Geusen am Montag. Falls sich die Ferrostaal-Eigentümer MAN und der Abu Dhabi-Fonds IPIC in der Zwischenzeit doch einigten, könne über die Zahlung des Bussgeldes neu nachgedacht werden.
"Es besteht nach wie vor die Möglichkeit zu einer aussergerichtlichen Einigung. Das ist mit der Anklageerhebung nicht ausgeschlossen", sagte die Sprecherin wörtlich.
Der Ferrostaal-Mehrheitseigentümer IPIC streitet seit Monaten mit MAN darüber, wie die Vertragspartner mit dem erst nach der Übernahme von 70 Prozent bekanntgewordenen Schmiergeldskandal bei dem Essener Unternehmen umgehen sollen. IPIC weigert sich, die übrigen 30 Prozent zu übernehmen und forderte sogar in einem Schiedsgerichtsverfahren eine Rückabwicklung des Kaufs.
Die Staatsanwaltschaft München wirft dem Unternehmen vor, in Griechenland und Portugal Bestechungsgelder gezahlt zu haben, um den Verkauf von U-Booten an die Länder anzuschieben. Sie hat deshalb Anklage gegen einen ehemaligen Ferrostaal-Vorstand und einen früheren Prokuristen erhoben.
Bei der Bemessung des Bussgeldes für eine aussergerichtliche Einigung von 196 Millionen Euro sei die Behörde davon ausgegangen, dass Ferrostaal von den Eigentümern finanziell unterstützt werde, sagte die Essener Unternehmenssprecherin. Solange die Eigentümer sich noch nicht geeinigt hätten, könne die Unterstützung aber nicht fliessen. "Deshalb sahen wir uns bisher nicht in der Lage, das Angebot der Staatsanwaltschaft anzunehmen."/rs/sbr/DP/chs

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