Feuerpolizei verstärkt Patrouillen während der Fasnacht in Luzern
Die Stadt Luzern verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen für die Fasnacht 2026. Dies unter anderem mit mehr Kontrollen in den Lokalen, gezielter Personenlenkung und 32 Fahrzeugsperren.
(Keystone-SDA) Das Ziel sei es, die Besucherströme zu steuern und den Zugang für die Rettungs- und Einsatzkräfte im Notfall zu vereinfachen, sagte der Stadtluzerner Sicherheitsmanager Christian Wandeler vor den Medien. Die Stadt Luzern, die Feuerwehr, die Polizei und die Vertretungen der Fasnachtsorganisationen stellten am Dienstag ihre Sicherheitsmassnahmen für die Fasnacht 2026 vor.
Zu den wichtigsten Massnahmen zählen, auch als Reaktion auf das tragische Unglück in Crans-Montana im Wallis, verstärkte Kontrollen der Lokale durch die Feuerpolizei. «Wir werden diese während der Fasnacht neu mit drei statt mit einer Patrouille überprüfen», sagte Feuerwehrkommandant Theo Honermann. Kontrolliert werden unter anderem die Dekoration, Fluchtwege, Notausgänge und Personenbelegungen.
Roger Lang, Chef Spezialversorgung der Luzerner Polizei, kündigte an, Feuerwerk, Böller und pyrotechnisches Material streng zu überwachen. Letztes Jahr wurden am Güdisdienstag vier Polizeibeamte verletzt, nachdem unter der Egg ein Böller auf eine Patrouille geworfen worden war. Solche Materialien könnten Massenpanik auslösen und stellten ein «erhebliches Sicherheitsrisiko» dar, so Lang. Die Polizei werde deshalb bereits im Vorfeld der Fasnacht auf sozialen Medien auf diese Gefahren hinweisen.
Kein offenes Feuer in Lokalen
Stadt und Kanton Luzern empfehlen den Veranstaltern, Gastronomiebetrieben und Betreibern von Innenräumen, während der Fasnacht auf offenes Feuer wie Kerzen, Wunderkerzen oder Pyroartikel, zu verzichten.
Wie bereits im Vorjahr sollen die Personenströme an neuralgischen Orten mit Kameras überwacht und gemessen werden, wie Wandeler weiter erklärte. Dafür kommen insgesamt 35 Kameras an sechs Standorten zum Einsatz. Zusätzlich werden grosse Säcke, die den Weg blockieren und die Besucher schützen, wieder eingesetzt: Neben 50 Erdsäcken gibt es neu auch 30 mit Wasser gefüllte Säcke.
Als Ergänzung zu den Säcken werden im Fasnachtsperimeter 32 Fahrzeugsperren aufgestellt. Diese hätten sich bewährt, sagte Wandeler. «Die Leute akzeptieren das und fühlen sich sicherer.» Zudem sind zwei Sanitätsposten an der Winkelriedstrasse und im Löwengraben geplant.
Ferner wurden Parkverbotszonen für Fasnachtswagen festgelegt, unter anderem bei der Reussbrücke, beim Rathausquai und unter der Egg. «Fasnachtswägeli an neuralgischen Orten stellen eine Gefahr dar», sagte Wandeler. Mit den Parkverbotszonen soll der Personenfluss so gelenkt werden, dass die Rettungsdienste im Einsatzfall leichter zufahren können. Die Parkverbotszonen sind mit Plakaten gekennzeichnet.
Kinderwagen nicht in Fasnachtsperimeter
Nach offiziellen Angaben besuchten 350’000 Menschen die letztjährige Fasnacht. Auch 2026 bleibt die Personenlenkung an Engpässen wie der Tagwache am Schmutzigen Donnerstag, beim Rathaussteg, unter der Egg und an der Reussbrücke zentral, hiess es an der Medienorientierung.
Robert Marty, Präsident der Fasnachtsvereinigung «die Vereinigte» appellierte an ausserkantonale Guuggenmusiken, ihre Vereinsausflüge nicht während der Luzerner Fasnacht in die Stadt zu legen, da es sonst zu eng werde. Er erinnerte zudem daran, dass Kinderwagen, Velos und Bollerwagen nicht in den Fasnachtsperimeter gehören.
Die Stadt setzt zudem auf Massnahmen gegen Littering. Mit dem bereits bekannten «Putztüüfeli» soll dem Abfall der Kampf angesagt werden. Mehrere Brunnen sollen abgedeckt werden. Zudem ruft die Stadt die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler dazu auf, auf Glas zu verzichten, um Verletzungen zu vermeiden und die späteren Reinigungsarbeiten nicht zu erschweren.