Forum der Schweizer Geschichte zeigt Schweizer Trinkvorlieben
(Keystone-SDA) Schwyz – Das Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz schaut tief ins Glas: Es zeigt, mit welchen Wässerchen die Schweizer ihren Durst löschten und über den Durst tranken, welche Getränke Männer und welche Frauen bevorzugten und wie sich der Geschmack änderte.
«Durstlöscher. Zur Geschichte der Getränke in der Schweiz» heisst die Ausstellung, die in der Schwyzer Filiale des Schweizerischen Landesmuseums eröffnet wird. Sie ist bis am 7. März 2010 zu sehen.
In der Ausstellung geht es nicht nur um einzelne Getränke. Gezeigt wird eine umfassende Kulturgeschichte des Trinkens vom Ancien Régime bis heute. Dazu gehören auch die Anlässe und Orte, an denen mit einem Trunk gefeiert wurde und wird.
Die Trinkfreudigkeit der Eidgenossen war legendär. Darauf weist die aus dem 16. Jahrhundert stammende Redewendung «Trinken wie ein Schweizer» hin. In jeder Landesgegend herrschten aber eigene Trinkgewohnheiten.
Auch Männer und Frauen, Bürger und Bauern bevorzugten unterschiedliche Getränke. Traditionelle Getränke sind etwa Wasser, Wein, Branntwein und Milch. Später kamen Kaffee, Tee, Schokolade und schliesslich Limonaden und Alcopops dazu.
Schweizer Getränkeklassiker fehlen in der Ausstellung nicht, etwa das «Kraft-Nährmittel» «Ovomaltine», das erstmals 1904 verkauft wurde. Weitere sind etwa «Nescafé» oder der Eglisauer «Coca-Cola»-Konkurrent «Vivi-Kola». Dargestellt werden in der Ausstellung auch die Orte, wo getrunken wird.
Nachgegangen wird ferner den Fragen, ob der Wein im 17. Jahrhundert anders schmeckte als heute oder seit wann Mineralwasser getrunken wird. Die Ausstellung umfasst rund 200 Kunstwerke und Objekte.