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FR/Düstere Arbeitsmarktzahlen: Sarkozy will Industrie stützen

PARIS (awp international) – Die Arbeitslosenquote in Frankreich nähert sich infolge der Wirtschaftskrise mit rasantem Tempo der Zehn-Prozent-Marke. Im vierten Quartal 2009 waren bereits mehr als 2,7 Millionen Franzosen ohne Job, wie das Statistikamt INSEE am Donnerstag mitteilte. Die Quote stieg im Vergleich zum dritten Quartal um 0,5 Punkte auf 9,6 Prozent. Im vierten Quartal 2008 hatte sie noch bei unter acht Prozent gelegen. Die Überseeregionen wie Guadeloupe mit eingerechnet lag die Arbeitslosenquote Ende 2009 sogar bereits bei zehn Prozent.
Für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und die Regierungspartei UMP kommen die schlechten Zahlen wenige Tage vor den Regionalwahlen reichlich ungelegen. Sie müssen nach aktuellen Umfragenergebnissen fürchten, in allen Regionen gegen die Linken zu verlieren. Sarkozy übte sich am Donnerstag in Schadensbegrenzung und kündigte an, die französische Industrie noch mehr als bisher zu unterstützen. Die Mittel sollen unter anderem über eine attraktive Geldanlage für Sparer eingesammelt werden. Ziel ist es, das Volumen der Industrieproduktion bis Ende 2015 um 25 Prozent zu steigern, heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten Papier des Präsidentenpalastes.
Als Gründe für den Niedergang der französischen Industrie nannte Sarkozy erneut die von den Sozialisten eingeführte 35-Stunden-Woche und einen Mangel an Investitionen und Innovationen. Zugleich kündigte er eine stärkere Einflussnahme auf Unternehmen an, an denen der Staat beteiligt ist./hs/DP/js

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