Geldabholer nach versuchtem Betrug in Zürcher Städten verhaftet
Via Telefonanruf haben mutmassliche Trickbetrüger am Montagnachmittag versucht, Personen in Winterthur und Zürich zum Abheben ihres Geldes zu bringen. Die Polizei konnte nach Warnungen der Banken zwei Geldabholer verhaften.
(Keystone-SDA) Zwei Anrufer, die sich als Polizist und Mitarbeiter einer Bank ausgaben, versuchten am Montag einer Frau weis zu machen, dass bei ihrer Bank verdächtige Zahlungsaufträge festgestellt worden seien, teilte die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mit. Zudem könne es sich bei dem Geld der Bank um Falschgeld handeln, sagten die Anrufer. Sie solle daher ihr auf der Bank deponiertes Geld von mehreren tausend Franken abheben und einem Abholer zur Spurensicherung übergeben.
Die 68-Jährige glaubte jedoch die Geschichte nicht und meldete sich bei ihrer Bank, die wiederum die Polizei alarmierte. Gegen 13 Uhr nahm die Stadtpolizei den mutmasslichen Geldabholer fest. Der 22-jährige Spanier wurde nach der polizeilichen Befragung der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.
Gleiches Vorgehen in Winterthur
Auch die Stadtpolizei Winterthur meldete am Dienstag einen ähnlichen Betrugsversuch. Am Montagnachmittag habe sich eine Bankmitarbeiterin bei der Polizei gemeldet. Ein 85-jähriger Kunde sei angewiesen worden, sein ganzes Geld abzuheben, weil Mitarbeitende der Bank persönliche Informationen weiterverkaufen würden. Auch dem Mann wurde erzählt, dass Falschgeld auf seinem Konto liege und, dass auffällige Transaktionen festgestellt worden seien.
Die eingeschaltete Stadtpolizei wartete bei der Geldübergabe. Der Geldabholer, ein 20-jähriger aus Ghana, erhielt vermeintlich Bargeld und wurde anschliessend durch die Polizei verhaftet. Wie die Stadtpolizei Winterthur meldete, habe es zuletzt vermehrt auch Anrufe von «falschen Polizisten» gegeben.
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