Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Planen Sie in die Schweiz zu reisen? Je nachdem, woher Sie kommen, müssen Sie in Quarantäne. Die Informationspolitik der Behörden ist eher dürftig – hier ein kleiner Überblick.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Schweiz führt eine Liste mit Risikoländern. Wer von dort einreist, muss in Quarantäne – das bekommen aber offenbar gar nicht alle mit.
Denn die Behörden setzen auf Vertrauen: Dass sich die Einreisenden selbst informieren, selbständig in Quarantäne begeben und sich innerhalb von zwei Tagen bei den Behörden melden.
Das entspricht durchaus der schweizerischen Tugend der Selbstverantwortung. Aber nicht alle sind sich einig, ob das in der momentanen Situation angemessen ist.
Zudem führte ein Infoflyer des BAG mit einem 221-Zeichen-langen (!) Link zu Spott in den sozialen Medien. Auch die kantonalen Stellen machten keine durchwegs gute Falle: Viele Infos lassen sich online nur schwer finden.
- Hier lesen Sie den Artikel beim TagesanzeigerExterner Link (Paywall).
- SRF News beantwortet in diesem BeitragExterner Link die wichtigsten Fragen.
- Unser Artikel zur momentanen Corona-Situation in der Schweiz.
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Die Corona-Krise legte gesellschaftliche Bruchstellen offen. So im Umgang mit Fahrenden, die von zunehmenden Anfeindungen berichten.
In einer Umfrage des Bundes zeigt eine Mehrheit der Befragten eine positive Einstellung gegenüber der fahrenden Lebensweise. Doch in der Krise zeigte sich: Von gelebter Toleranz sind wir noch weit entfernt.
Wie bei vielen anderen Selbständigen brachen mit der Pandemie auch bei Fahrenden die Einnahmen weg. Doch Unterstützung erhielten sie nur punktuell – manchmal wurde ihre Situation sogar verschlimmert.
Offener Rassismus kam auch zutage. Um dem entgegenzutreten, wird teilweise gefordert, die Situation der Fahrenden in den Lehrplan aufzunehmen und in den Schulen zu diskutieren.
- Lesen Sie hier den Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Vorurteile gegen Fahrende finden immer wieder den Weg ins Gesetz – etwa in das Berner Polizeigesetz, das vom Bundesgericht gerügt wurde, wie meine Kollegin Marie Vuilleumier berichtete.
- Was es mit dem Antiziganismus auf sich hat, lesen Sie in unserem Interview mit einem Experten.
Hamburg soll das Deutsche Hafenmuseum beherbergen. Und eine Schweizerin ist Projektleiterin.
Die gebürtige Zürcherin Ursula Richenberger führte zuvor das Hamburger Hafenmuseum. Seit 2018 ist sie nun das Gesicht des neuen, ambitionierten Projekts. Dieses soll nationale und internationale Ausstrahlung erlangen.
Nach der Elbphilharmonie soll das Deutsche Hafenmuseum der nächste architektonische Leuchtturm für Hamburg werden. Dafür sind 120 Millionen Euro veranschlagt, 2027 sollen die Türen öffnen.
Der Hamburger Hafen ist der drittgrösste Europas und begründete lange den Erfolg und Reichtum der Hansestadt. Hier werden jährlich knapp zehn Millionen Standardcontainer verladen.
- Hier lesen Sie unser Porträt über Ursula Richenberger.
- Auch die Schweiz hat eine Handelsmarine – und das seit einiger Zeit. Lesen Sie hier über deren Geschichte.
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«Kunst entsteht aus Konsequenz», sagt der Schriftsteller Arno Camenisch im Auftakt unserer Serie Schweizer Schreibwelten.
Wenn Arno Camenisch ein neues Buch schreibt, kann er sich sicher sein: Die einen werden es lieben, die anderen… nicht. Der Bündner hat seinen eigenen Stil gefunden und perfektioniert diesen stetig. Das bleibt nicht ohne Kritik.
Seine Sprache mit den Dialekt-Einsprengseln, sein Hang zur Beschreibung des Vergänglichen: Mit seinen Werken hat Camenisch eine eigene Welt erschaffen. Wie seine Bücher allerdings entstehen, darüber mag er nicht sprechen – «das ist etwas Intimes.»
Die Schweizer Literaturkritikerin Anne-Sophie Scholl begegnet in unserer Serie Schweizer Schreibwelten den wichtigen Schweizer Autorinnen und Autoren der Gegenwart.
- Lesen Sie hier den ersten Beitrag unserer neuen Serie.
- Das Werk von Camenisch wird unterschiedlich gewürdigt. Manche werfen ihm Ideenlosigkeit vor, wie in diesem kritischen Beitrag von SRF NewsExterner Link.
- Andere wiederum sehen in ihm ein «geschlossenes System», dessen Wert sich vor allem in der Zukunft offenbaren wird, wie hier in der NZZExterner Link (Paywall).
Vor einer Woche hat Sie meine Kollegin Sibilla Bondolfi gefragt, ob Sie auch schon lustige Schweizerdeutsch-Erlebnisse hatten?
Darauf gekommen ist sie, weil der Tagesanzeiger das Thema Schweizerdeutsch vs. Hochdeutsch aufgenommen hat, nachdem eine Spiegel-Kolumnistin über den Slogan am Zürcher Flughafen «Grüezi Welt. Schön, bist du zurück.» folgendes twitterte:
«Ich mag so, dass die Schweiz diese weirde Satzkonstruktion hat, will, dass alle das so machen – schön, habt ihr diese Grammatik, warum lieb ich das so, völlig unklar.»
Auf «richtigem» Hochdeutsch müsste es heissen: «Schön, dass du zurück bist.»
Auf die Frage meiner Kollegin haben Sie rege geantwortet. Vielen Dank dafür! Einige lustige Beispiele haben uns so erreicht. Von Finken über Glacé bis zu Schliessguufe. Lesen Sie selbst, was uns aus der Community erreicht hat:
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