Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Soll die Schweiz die Hamas als terroristisch einstufen? Nach dem mörderischen Angriff auf Israel wird dies vermehrt in der Politik diskutiert. Es gibt aber Hürden.
Freundliche Grüsse aus Bern
Die Schweiz, die Hamas und die Frage der Einstufung.
Soll die Schweiz die Hamas als Terrororganisation einstufen? Diese Diskussion ist in den letzten Wochen aufgeflammt. Anders als manche Länder hat sich die Schweiz bisher geweigert – einerseits, weil es keine rechtliche Grundlage gibt. Andererseits – und das war stets das wichtigere Argument – weil sonst keine Gespräche mit der Organisation geführt werden könnten.
Meine Kollegin Amal Mekki hat mit dem Nahost-Experten Riccardo Brocco darüber gesprochen. Er sagt, eine solche Einstufung widerspreche «der historischen Neutralität und der Vermittlerrolle der Schweiz.» Danach könnte die Schweiz ihre Vermittlerrolle zwischen den Parteien nicht wahrnehmen und auch nicht auf eine Freilassung der israelischen Geiseln hinarbeiten.
Der Diplomat Thomas Greminger, der früher mit der Hamas Gespräche führte, sagt: «Es ist viel schwieriger geworden, mit der Hamas zu verhandeln.» Sie habe sich stark radikalisiert – die Gruppe einfach dem unwidersprochenen Einfluss Irans und Russlands zu überlassen sei jedoch problematisch.
- Lesen Sie hier das Interview mit Riccardo Bocco.
- Hier finden Sie das Gespräch mit Thomas Greminger.
- Über das «Verbots-Dilemma» der Politik schreibt die NZZExterner Link. (Paywall)
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Stress im Job – sprechen Sie mit uns darüber!
Treffen kann es alle. Frauen wie Männer, Kader wie normale Mitarbeiter:innen, Jüngere wie Ältere. In der Schweiz sollen Hunderttausende von einem Burnout bedroht sein, zeigen Zahlen aus der Wissenschaft.
Laut der SRG-Umfrage «Wie geht’s Schweiz» erlebten 17% bereits ein Burnout, 25% betrachten sich als gefährdet. Die neue «dialog»-Ausgabe widmet sich nun dem Thema «Stress und Burnout – nimmt unser Job zu viel Raum ein?»
Was denken Sie darüber? Was unternehmen Sie persönlich, um die richtige Balance zu finden? Wir sind gespannt auf Ihre Inputs!
- Hier geht esExterner Link zur neuen «dialog»-Debatte.
- Eine Übersicht aller Debatten finden Sie hierExterner Link.
- Gesucht: Auswege aus der Mental-Health-Krise – was 80 junge Menschen vorschlagen.
- Apropos Stress: Warum E-Voting zum Stresstest für die Demokratie werden könnte – lesen Sie exklusiv in unserer AppExterner Link.
Vorübergehende Grenzkontrollen zwischen Deutschland und der Schweiz.
Deutschland hat «stationäre Grenzkontrollen» bei der EU-Kommission angemeldet – auch an der Grenze zur Schweiz; vorerst für zehn Tage, mit Option auf Verlängerung. Berlin ärgert sich schon länger über Bern, das zu wenig gegen irreguläre Migration unternehme.
Das Schengen-System, das ein Europa ohne Grenzen ermöglicht, sieht partielle Kontrollen der Binnengrenzen vor. Es ist auch nicht das erste Mal, das solche eingeführt werden. Die Ankündigung wurde in der Schweiz von Bürgerlichen gleich aufgegriffen: Nun sei der Zeitpunkt da, die Grenzen zu Italien zu kontrollieren.
Auch diese Forderung ist nicht Neues. Momentan sieht es aber nicht danach aus, dass Grenzbeamte im Tessin mehr kontrollieren müssen. Der israelisch-palästinensische Krieg und eine allfällige Zunahme der Flüchtlingszahlen sorgen jedoch für Nervosität.
- Lesen Sie hier die Agenturmeldung.
- Auch die NZZ hat darüber berichtetExterner Link. (Paywall)
In eigener Sache: Wie arbeiten wir?
Wer schreibt die Beiträge auf SWI swissinfo.ch? Wie sind sie definiert? Wie werden sie gekennzeichnet? Dies waren Fragen, die wir von Ihnen, liebe Leser:innen, erhalten haben.
Wie Sie sicherlich bemerkt haben, sind fremde Stimmen von Politiker:innen, Fachpersonen und zivilgesellschaftlichen Akteuren bei uns wichtig. Dabei folgen wir aber einem bestimmten Schema – in einem Video erklärt Virginie Mangin, Head of Editors, wie wir bei Meinungsstücken vorgehen.
- Sehen Sie hier das Video.
- Wie wir Themen auswählen, haben wir hier beschriebenExterner Link.
- Was möchten Sie über unsere Arbeit wissen? Stellen Sie uns hierExterner Link Ihre Frage(n)!
- Unseren neuen Meinungsbeitrag finden Sie hier: Micheline Calmy-Rey schreibt «Das schweizerische Konzept der Neutralität war nie statisch»
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