Heute in der Schweiz
Liebe Schweizer:innen im Ausland
Gestern wurde auch ein neuer Bundeskanzler gewählt. Weshalb die Wahl gute Neuigkeiten für Sie sein dürften, erfahren Sie in meinem heutigen Briefing.
Freundliche Grüsse
Nach den Bundesratswahlen: Bereits heute könnten die Departemente neu verteilt werden.
Nach dem Rücktritt von SP-Bundesrat Alain Berset ist mit dem Eidgenössischen Departement des Innern ein wichtiges Departement frei geworden, das unter anderem für die Krankenkassen, die Altersvorsorge und die Renten zuständig ist. Es scheint, als wäre der neue Bundesrat Beat Jans für die Übernahme des EDI gesetzt.
Für die künftige Vorsteherin oder den künftigen Vorsteher dürfte es ein Sprung ins kalte Wasser werden. Denn bereits im März stimmt die Schweiz über die Initiative für eine 13. AHV-Rente sowie die Renteninitiative ab. Im Bundesrat gäbe es wenig Ambitionen für einen Departementswechsel, obwohl das wichtige Innendepartement frei werde, schreibt etwa SRF.
Wieso? Albert Rösti hat erst vor einem Jahr das UVEK übernommen, Guy Parmelin hat bereits einmal das Departement gewechselt, Karin Keller-Sutter hat ebenfalls vor einem Jahr ins einflussreiche Finanzdepartement gewechselt, und man geht davon aus, dass auch Ignazio Cassis das Aussendepartement nicht aufgeben will. Obwohl Cassis als Arzt und früherer Krankenkassenvertreter prädestiniert wäre. Bis zum Redaktionsschluss war noch nicht bekannt, ob und wie die Departemente verteilt wurden.
- Darum dürfte Beat Jans das EDI übernehmen: SRF NewsExterner Link.
- So funktioniert die Verteilung der Departemente – ein Beitrag aus unserem Archiv.
- Auch der Blick hat sich über die DepartementsverteilungExterner Link Gedanken gemacht.
Auch ein neuer Bundeskanzler wurde gestern gewählt: Good News für die Auslandschweizer:innen.
Viktor Rossi tritt in die Fussstapfen von Walther Thurnherr, der nach acht Jahren als Bundeskanzler per Ende Jahr zurücktritt. Rossi war seit 2019 Vizekanzler und wurde gestern von der Vereinigten Bundesversammlung mit 135 Stimmen zum 15. Bundeskanzler der Schweizerischen Eidgenossenschaft gewählt.
Rossi ist 55 Jahre alt und schweizerisch-italienischer Doppelbürger, seine Eltern sind in den 50er-Jahren aus Italien in die Schweiz eingewandert. Er ist Mitglied der Grünliberalen Partei (GLP). Eine Mitte-links-Mehrheit soll dem Grünliberalen zum Amt des Bundeskanzlers verholfen haben, schreibt die NZZ. Die SVP habe das Nachsehen gehabt.
Rossi steht nach eigenen Angaben für Kontinuität an der Spitze der Bundeskanzlei und wolle die Digitalisierung der Verwaltung konsequent vorantreiben. Fazit: Mit Viktor Rossi hat das Schweizer E-Voting-Projekt den bestmöglichen Paten erhalten. Das sind gute Neuigkeiten für die Auslandschweizer:innen.
- Der neue Bundeskanzler, seine Aufgaben und seine Macht: Der Beitrag von SRFExterner Link.
- Lesen Sie den letzten Teil der Analyse meines Kollegen Balz Rigendinger: Das passiert mit E-Voting nach den gestrigen Wahlen.
- Die kleinste Fraktion erhält den Spitzenjob, Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
Wir bleiben bei Regierungsvertreter:innen: Ein Auslandschweizer war einst Präsident von Guatemala.
Die zentralamerikanische Republik Guatemala zählte 1950 drei Millionen Einwohner:innen, von denen 60 Prozent Nachfahren der Maya waren. Damals gab es auch eine Schweizer Kolonie mit 320 Personen, von denen die meisten der unterrepräsentierten Mittelschicht angehörten.
1913 kam Jacobo Arbenz in einem dieser Häuser auf die Welt. Sein Vater, Hans Jacob, stammte aus dem zürcherischen Andelfingen und war 1899 im Alter von 16 Jahren nach Guatemala gezogen.
Jacobo Arbenz, der «Schweizer» zeichnete sich als fähiger Offizier aus und wurde 1935 zum Instruktor ernannt. Ein paar Jahre später stieg er in die Politik ein – und gehörte 1944 zur ersten demokratisch gewählten Regierung Guatemalas an. 1950 wurde er zum Präsidenten gewählt.
Doch das war der Anfang von seinem Ende: Mit seinen Plänen einer umfassenden Agrarreform und Enteignungen von Grossgrundbesitzern machte er sich schnell Feinde. Nur vier Jahre später wurde er gestürzt und unter erniedrigenden Umständen aus dem Land vertrieben.
- Ein Beitrag aus dem Blog des Nationalmuseums: Ein «Schweizer» Präsident für Guatemala.
- Immer wieder hinterlassen Schweizer:innen Spuren im Ausland: Auch in der Ukraine gab es eine Schweizer Kolonie.
- Wir sind die Plattform für die Fünfte Schweiz: Hier geht es zu unserer App für Auslandschweizer:innen.
Mehr
Dialog: COP28: Ausser Spesen nichts gewesen?
Eine weitere Klimakonferenz ist zu Ende, einmal mehr ohne durchschlagenden Erfolg. Im Schlussdokument reichte es für eine vage Formulierung. Die Staaten müssten sich von den fossilen Energien abwenden, damit das Ziel, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, noch erreicht werden könne.
Wie ertragreich sind solche Klimakonferenzen wirklich? Wurde an der COP genügend unternommen? Was denken Sie? Diskutieren Sie jetzt mit in der neuen Wochendebatte des SRG-Angebots «dialog»!
Auf «dialog» haben wir Ihnen eine Auswahl an Artikeln zum Thema aus allen Bereichen der SRG (SWI swissinfo.ch, SRF, RTS, RSI und RTR) zusammengestellt und in die vier Landessprachen sowie auf Englisch übersetzt. Bilden Sie sich eine Meinung und debattieren Sie mit.
- Hier geht es zur Debatte.
- Unsere Auswahl an ArtikelExterner Link auf unserer Plattform.
- Unsere Vorschau zur Klimakonferenz von vor zwei Wochen.
- Warum die Gletscherschmelze uns alle betrifft – unser Fokus.
Unser Adventskalender: Öffnen Sie das 14. Türchen und schauen Sie sich einen neuen Film an.
SWI swissinfo.ch hat für Sie als Teil der Community der Auslandschweizerinnen und -schweizer einen speziellen Adventskalender parat.
Bis zum 24. Dezember können Sie bei uns jeden Tag einen neuen Film sehen. Sie handeln von spannenden Menschen und ihren spannenden Geschichten.
Der heutige Film handelt von einem tragischen Unfall im Jahr 2006. Damals kollidierte ein führerloser Güterzug in der Zentralschweiz mit einer anderen Lokomotive.
Unser Kalender ist eine Auswahl aus unserer Sammlung Swiss Films. Sie wurden alle von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, der Muttergesellschaft von SWI swissinfo.ch, produziert oder ko-produziert.
Falls Sie Lust auf mehr erhalten, können Sie auf der SRG-Plattform Play Suisse nach weiteren Schweizer Filmen stöbern – das Streamen ist gratis.
- Swiss Films Adventskalender von SWI swissinfo.ch.
- Play Suisse StreamingplattformExterner Link.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards