Mehr Ruhe für Wildtiere im Winter
Der Wintersport abseits der Piste boomt. Mit der Kampagne "Respektiere deine Grenzen" wollen das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Schweizer Alpen-Club (SAC) Schneewanderern und Skiftourenfahrern zeigen, wie sie Wildtiere schonen können.
Gemsen, Hirsche oder Alpenschneehühner müssen ihren Lebensraum mit immer mehr Wintersportlern teilen. Für die Tiere bedeutet dies mehr Stress in einer ohnehin schwierigen Jahreszeit mit frostigen Temperaturen und knappem Nahrungsangebot, wie das BAFU und der SAC in einer Mitteilung schreiben.
Die am Dienstag in Bern lancierte Kampagne soll Wintersportlern zeigen, wie sie Touren machen können, ohne die Tiere zu stören. Denn muss ein Hirsch oder eine Gemse häufig flüchten, kostet ihn das wertvolle Energie, was bis zum Erschöpfungstod führen kann.
Zentrales Element der Kampagne sind vier Regeln. Es gilt Wildschutzgebiete zu beachten, auf den markierten Wegen zu bleiben, Waldränder zu meiden und Hunde an der Leine zu führen.
Mit zusätzlichen Markierungen im Gelände sollen zudem Rückzugsräume für Wildtiere entstehen.
Die Kampagne wird von einer breiten Trägerschaft aus Sport, Handel, Tourismus, Jagd, Landschafts- und Naturschutz unterstützt. Sie ist mit Österreich koordiniert. Eine Ausweitung in andere Alpenländer sei geplant, heisst es.
swissinfo.ch und Agenturen
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