Sturmtief «Xynthia» fegt über Europa und Schweiz
Sturmwinde sind in der Nacht auf Sonntag mit bis zu 160 Kilometer pro Stunde (km/h) über die Schweiz hinweggefegt. In den Alpen blies ein Föhnsturm. In Westeuropa gab es mindestens 52 Tote, allein in Frankreich 45.
Während sich die Föhnstürme in den Schweizer Alpen am Sonntag vormittag etwas abgeflaut haben, erreichten die Sturmböen das Mittelland.
Zwischen der Ajoie im Jura und dem Bodensee erreichten die Böen am Nachmittag Spitzen von rund 100 km/h, wie SF Meteo, der Wetterdienst des Schweizer Fernsehens SF, mitteilte. Auf den Juragipfeln und in den Voralpen wehte der Wind mit bis zu 140 Kilometern pro Stunde.
Grund für die Stürme ist das Tief «Xynthia», das sich in der Nacht auf Samstag über Portugal gebildet hatte und von dort über Europa fegte. Mehrere Menschen kamen in Portugal, Frankreich und Spanien ums Leben.
Beim schlimmsten Unwetter in Frankreich seit mehr als zehn Jahren sind mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen ertranken bei Überschwemmungen an der Atlantikküste.
In Frankfurt, dem deutschen Verkehrsknotenpunkt, lief am Sonntag während Stunden gar nichts mehr. In den Hochhausschluchten der Stadt wurden Passanten umgeweht, im Taunus-Gebirge ausserhalb der Stadt wurde ein Wanderer von einem Baum erschlagen.
swissinfo.ch und Agenturen
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