Heimatschutz fordert eine Zukunft für das St. Galler Volksbad
Mit dem sanierungsbedürftigen Volksbad steht das älteste Hallenbad der Schweiz auf einer Sparliste des St. Galler Stadtrats. Der Heimatschutz SG/AI will sich gegen die Schliessung wehren.
(Keystone-SDA) 1906 wurde das Volksbad eröffnet. Es gilt als das älteste noch existierende Hallenbad der Schweiz. Das Becken ist denn auch nur 20 Meter lang. Eine der Besonderheiten: Jeden Donnerstag wird das Wasser auf 33 Grad aufgeheizt.
Die Stadt habe die Sanierung des Hallenbads seit Jahrzehnten auf die lange Bank geschoben, kritisiert der Heimatschutz SG/AI am Dienstag in einer Mitteilung. Seit rund 40 Jahren sei in Vorstössen im Stadtparlament immer wieder auf den schlechten technischen Zustand hingewiesen worden. Es seien aber nur die allernotwendigsten Reparaturen vorgenommen worden.
Der St. Galler Stadtrat hat im April als Sparmassnahme die Schliessung des Volksbads ab 2028 vorgeschlagen. Damit könnten jährlich rund 420’000 Franken eingespart werden. Entscheiden wird das Stadtparlament im November.
Mögliche Standortattraktion
Der Heimatschutz will sich gegen «eine Schliessung ohne Umbaupläne und ohne Aussicht auf eine Instandstellung» wehren. Um die Forderung begründen zu können, sei nun Einsicht in die bisher erarbeiteten Grundlagen und Analysen verlangt worden.
Die Stadtbevölkerung wolle das historische Bad retten, zeigt sich der Verband überzeugt. Ein in alter Pracht glänzendes Volksbad, etwa ergänzt mit einem zeitgemässen Wellnesskonzept, wäre auch eine Standortattraktion, heisst es in der Mitteilung.