Hochrechnung zeigt Kopf-an-Kopf-Rennen um siebten Sitz in Bern
Die Berner Kantonsregierung bleibt bürgerlich. Das ging aus den Hochrechnungen hervor, die das Forschungsinstitut gfs.bern am Sonntag im Auftrag des Kantons erstellte. Die offiziellen Ergebnisse wurden am Abend erwartet.
(Keystone-SDA) Im siebenköpfigen Regierungsrat werden SVP, FDP und Mitte laut der Hochrechnung weiter den Ton angeben. Offen blieb zunächst, ob das bürgerliche Lager auch in Zukunft vier oder neu sogar fünf Sitze halten wird.
In der Hochrechnung lagen die Bisherigen Astrid Bärtschi (Mitte), Evi Allemann (SP), Philippe Müller (FDP) und Pierre Alain Schnegg (SVP) vorne. Auch den beiden Neuen Raphael Lanz (SVP) und Aline Trede (Grüne) wurden gute Chancen auf den Einzug in die Regierung eingeräumt.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnete sich um den siebten Regierungssitz ab. Daniel Bichsel (SVP) lag in der zweiten Hochrechnung vor Reto Müller (SP). Der Vorsprung war allerdings so knapp, dass sich beide Kandidaten Hoffnungen aufs kantonale Exekutivamt machen konnten.
Die Mehrheitsverhältnisse werden im Kanton Bern seit zwei Jahrzehnten durch den garantierten Sitz des Berner Juras entschieden. Bis 2016 war er in SP-Händen und die Regierung damit rotgrün. Dann gewann der SVP-Mann Schnegg eine Ersatzwahl, was zur bürgerlichen Wende führte.
Würde die SVP künftig drei Regierungssitze innehaben, wäre das bürgerliche Lager für die Mehrheit nicht mehr auf den Jurasitz angewiesen. Schnegg schlug dort zwar bislang jeden Herausforderer, diesmal wahrscheinlich auch den Sozialdemokraten Hervé Gullotti.