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Hunderte gedenken in Zürich den Opfern von Crans-Montana

Keystone-SDA

Auf dem Zürcher Münsterhof haben am Freitag hunderte Menschen an einer Schweigeminute für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana teilgenommen. Unter den Teilnehmenden waren auch diverse Politikerinnen und Politiker sowie Rettungskräfte.

(Keystone-SDA) Schon vor Beginn der Schweigeminute war es auf dem sonst belebten Münsterhof mitten im touristischen Zentrum Zürichs ruhig. Schon rund um die Bahnhofstrasse fiel auf, dass auf Werbebildschirmen Trauerbotschaften eingeblendet waren. Ein Vorbeieilender mit E-Trottinett erkundigte sich bei zwei Polizistinnen, ob ein Anlass stattfinde.

Um Punkt 14 Uhr waren nur noch die Glocken der Zürcher Kirchen zu hören. Menschen jeden Alters versammelten sich auf dem Platz. Feuerwehr und Sanität parkierten ihre Fahrzeuge auf dem Münsterhof. Mehrere Minuten lang standen die Menschen vereint in Trauer und Gedenken.

Nach den Momenten der Stille störte ein Mann mit lauten, wirr wirkenden, religiösen Parolen die Andacht. Er wurde von Anwesenden freundlich aber bestimmt darauf hingewiesen, dass dies der falsche Moment sei.

Gedenken an die vielen jungen Opfer

Im Anschluss fand im voll gefüllten Fraumünster eine rund 30-minütige schlichte Gedenkveranstaltung statt. Vertreterinnen und Vertreter der Reformierten und Katholischen Kirche, ein Rabbi und ein Imam sprachen zu den Anwesenden. Ihre Gedanken an die Opfer und über die erschütternde Tragödie wurden jeweîls durch Geigenspiel unterbrochen. Zu Beginn erhoben sich die Menschen auch in der Kirche für zwei stille Minuten.

Die Religionsvertreter erinnerten vor allem an die vielen jugendlichen Opfer. Diese sein noch voller Leben gewesen, sagte Imam Muris Begovic. «Dieser Schmerz ist besonders tief und hinterlässt uns sprachlos», sagte er, während die Vertreterinnen und Vertreter nebeneinander standen und sich als Zeichen der Einigkeit an den Händen hielten.

In der Kirche fanden sich auch Politikerinnen und Politiker ein. Darunter waren die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) , Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) sowie die Stadträtinnen und Stadträte Karin Rykart (Grüne), Andreas Hauri (GLP), Raphael Golta (SP) und Michael Baumer (FDP).

Vor der Fraumünster-Kirche erhielten die Angehörigen der Einsatzkräfte dann Applaus. Mehrere Personen legten Blumen nieder oder stellten Kerzen auf den Boden.

Stille an Flughafen und Bahnhof

Auch an anderen Orten In Zürich und der Region wurde der Opfer gedacht. Die Fahnen hingen auf Halbmast. Im geschäftigen Hauptbahnhof stand um 14 Uhr alles still, nachdem zuvor alle Züge hupten.

Am Flughafen Zürich wurde es am Freitagnachmittag kurz ebenfalls still. Während der Schweigeminute starteten keine Flugzeuge. Während mehrere Minuten lief keine Hintergrundmusik und die Durchsagen wurden ausgesetzt.

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