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IATA: Luftverkehr im Mai stark gewachsen

Genf (awp/sda) – Der weltweite Luftverkehr scheint den Einbruch durch die Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden zu haben. Im vergangenen Monat Mai sind sowohl Passagier- als auch Frachtverkehr wieder stark gewachsen und haben damit das Vorkrisenniveau erreicht.
Der Passagierverkehr habe im vergangenen Monat um 11,7% zugelegt, teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Dienstag mit. Noch stärker wuchsen die Frachttransporte, die um 34,3% im Vergleich zum Mai 2009 geklettert seien.
Damit habe der Passagierverkehr das Vorrezessionsniveau von 2008 um 1% übertroffen. Der Frachtverkehr sei sogar um 6 höher, erklärte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani. Im April 2010 hatte der Luftverkehr noch unter der Aschewolke des isländischen Vulkanausbruchs gelitten.
Auf der anderen Seite seien die Kapazitäten im Mai nur um 4,8% erhöht worden, was weniger sei als der Nachfrageanstieg, hiess es weiter. Die Flugzeugsitze waren zu 76% belegt.
Am stärksten stieg die Nachfrage in Lateinamerika, wo der Passagierverkehr um fast ein Viertel und der Frachtverkehr gar um 60% kletterten. Massiv höher war das Aufkommen auch im Mittleren Osten (+18% bei Passagieren und +39% bei der Fracht) sowie in Afrika (+17% bei Passagieren und +58% bei der Fracht).
In Nordamerika verbesserte sich der Passagierverkehr um 11% und der Frachtverkehr um 35%. Das schwächste Wachstum wies Europa aus mit einem Plus von lediglich gut 8% im Passagierverkehr und von 22% im Frachtverkehr. Allerdings dürfte die Euro-Schwäche nach Ansicht der IATA stimulierend wirken, weil sie die Exporte ankurbeln werde.
Der Verband mit Sitz in Genf rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinn von 2,5 Mrd. Dollar für die Luftfahrtbranche. 2009 hatte die Industrie noch einen Verlust von 9,9 Mrd. Dollar erlitten.

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