Initiative will Zahl der Hotelbetten in Luzern deckeln
Die Zahl der Hotelbetten soll in der Stadt Luzern nicht mehr steigen dürfen. Eine neugegründete IG Nachhaltiger Tourismus hat eine entsprechende Volksinitiative lanciert.
(Keystone-SDA) Die am Samstag vorgestellte Initiative «Luzerner Tourismus in Balance!» sieht vor, dass die Gesamtzahl der bewilligten Hotelbetten nicht mehr erhöht werden darf. Massgebend soll dabei das Jahr sein, in dem die Volksinitiative gutgeheissen wurde.
Für jede Hotelkategorie solle eine eigene Obergrenze festgelegt werden. So könne erreicht werden, dass «von Jugendherberge bis 5-Sterne-Hotel» ein breites Angebot bestehe, teilten die Initianten mit.
Neue Hotels sollen weiterhin erstellt werden dürfen. Voraussetzung ist aber, dass gleichzeitig ein bestehender Beherbergungsbetrieb derselben Hotelkategorie dauerhaft aufgegeben wird. Zudem muss das neue Hotel dem Quartier und der Bevölkerung einen Mehrwert bringen. Integration aufweisen.
Gemäss den Initianten, zu denen SP-Nationalrat David Roth gehört, droht der boomende Luzerner Tourismus aus der Balance zu geraten. Zu den negativen Auswirkungen gehören demnach höhere Mieten und Verkehrschaos.
Die Stadt Luzern hat kürzlich das Kurzzeitvermieten von Wohnungen an Touristinnen und Touristen eingeschränkt. Gemäss der Initianten kann das «Airbnb-Reglement» aber umgangen werden, indem Self-Check-In-Hotels eröffnet werden. Dies solle mit der Initiative ebenfalls verhindert werden.
Gemäss den Initianten kennt bereits die niederländische Metropole Amsterdam eine analoge Regelung, wie sie das Volksbegehren fordert.