Kanton Schwyz setzt auf Microsoft 365
Die Schwyzer Kantonsverwaltung wird künftig mit der Plattform Microsoft 365 arbeiten. Dies hat der Regierungsrat entschieden. Der Standard der Privatwirtschaft werde damit auch in der Verwaltung umgesetzt, hiess es.
(Keystone-SDA) Mit dem strategischen Entscheid, auf die Lösung eines Marktführers zu setzen, könnten die Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltung modernisiert werden, teilte das Finanzdepartement am Donnerstag mit. Die Plattform ermögliche Webmeetings, Internettelefonie, gleichzeitiges Arbeiten an Dokumenten und Automatisierungen. Sie solle schrittweise im Verlauf mehrerer Monate eingeführt werden.
Dem Entscheid für Microsoft 365 gingen nach Angaben des Finanzdepartements «umfassende Risikoanalysen» voraus. Es seien verschiedene Optionen abgewogen worden. Auch sei ein belastbares, mehrstufiges Konzept von Schutzmassnahmen entwickelt worden.
Das Finanzdepartement betonte, dass der Datenschutz, die Sicherheit und die Kontrolle «jederzeit gewährleistet» sei. Um die Abhängigkeit tief zu halten, würden die weiteren Marktentwicklungen «laufend beobachtet».
Das Finanzdepartement wies darauf hin, dass der Bund und rund 20 Kantone Elemente von Microsoft 365 nutzen oder nutzen wollen. Der Kanton Schwyz habe von deren Erfahrungen profitieren können.
Die Einführung von Microsoft 365 stiess teilweise auch auf Kritik. Der Kanton würde sich in grosse Abhängigkeit eines US-amerikanischen Techkonzerns begeben, erklärten etwa Kritikerinnen und Kritiker im Luzerner Kantonsrat. Es gibt auch Bestrebungen von Behörden, eine unabhängige Open-Source-Alternative zu schaffen.