Kanton verärgert Stadt Zürich mit Rückbau am Neumühlequai
Die Stadt Zürich hat am Neumühlequai und in der Walchestrasse eine befristete Verkehrsführung vorgenommen. Diese will der Regierungsrat des Kantons nun aber zurückbauen. Die Stadt fühlt sich missverstanden.
(Keystone-SDA) Bereits seit 11. März hat die Stadt Zürich am Neumühlequai und seit 18. März an der Walchestrasse die Verkehrsführung für eine befristete Zeit angepasst. Die Verkehrsführung diene der Sicherheit der Velofahrenden, denn die Baustellensituation am Bahnhofquai sei derzeit sehr anspruchsvoll.
Am Freitag hat der Regierungsrat dem Stadtrat nun mitgeteilt, dass er in Eigenregie einen Rückbau der befristeten Verkehrsführung veranlasst hat. Der Stadtrat sieht nun die sichere Verkehrsführung gefährdet. Die Änderung sei sehr kurzfristig und zudem nicht mit der Stadt abgesprochen, teilte der Stadtrat Zürich am Freitag mit.
Rückbau vor Gesprächstermin
Befremdlich findet der Stadtrat zudem, dass der Rückbau noch vor dem für nächste Woche anberaumten Termin erfolgt. An diesem wollte der Stadtrat den Regierungsrat über den Hintergrund der Verkehrsanordnung informieren und allfällige Missverständnisse ausräumen.
Die Zuständigkeit, um befristete Massnahmen für die Verkehrssicherheit vorzunehmen, liege bei der Stadt. So sei es auch in der kantonalen Signalisationsverordnung festgehalten. Befristete Verkehrsanpassungen seien zudem üblich bei komplexen Baustellen. Jene am Bahnhofquai zähle unter solche.