Erfolg für Schweizer Umweltpolitik in Nairobi
Minister aus 140 Staaten haben am Freitag am Umweltministerforum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi beschlossen, zwei von der Schweiz initiierte Vorschläge umzusetzen.
Zum Abschluss der Jahreskonferenz des UNO-Umweltprogramms (Unep) entschieden die Minister einstimmig, Verhandlungen für einen Vertrag zu beginnen, der die Produktion und Emissionen von Quecksilber regeln soll.
«Die Konvention soll ein rechtlich verbindliches Instrument sein, das die Produktion, den Handel und die Verwendung des giftigen Schwermetalls regelt», sagte der Schweizer Verhandlungsleiter Thomas Kolly in Nairobi.
Bundesrat Moritz Leuenberger äusserte sich in Nairobi laut Kolly sehr zufrieden über das Verhandlungsmandat.
Den zweiten Erfolg verbuchte die Schweiz bei der so genannten Umweltgouvernanz. Die Konferenz gab grünes Licht für die vor drei Jahren lancierte Idee, dass die Unep die in über 500 multilateralen Abkommen formulierten Umweltziele auflistet.
Daraus soll die Organisation dann eine Liste mit globalen Umweltzielen formulieren, ähnlich den Millennium-Entwicklungszielen der UNO. Mit einer besseren Vernetzung der Umweltbemühungen könnten Doppelspurigkeiten und Widersprüche vermieden werden, sagte Kolly.
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