Pro Natura feiert 100. Geburtstag
Die älteste Naturschutzorganisation der Schweiz feierte in Yverdon ihr 100-jähriges Bestehen. Bundesrat Moritz Leuenberger ermunterte Pro Natura dazu, ihre wichtige Rolle weiterhin wahrzunehmen.
In Zeiten, in denen das ökonomische Denken sich auf praktisch alle Lebensbereiche ausweite, sei die Umwelt ganz besonders auf Organisationen wie Pro Natura angewiesen, sagte Umweltminister Moritz Leuenberger.
Für Pro-Natura-Präsidentin Silva Semadeni ist die Naturschutzorganisation ihren Idealen treu geblieben und hat sich dennoch immer wieder erneuert. Zeugnis dafür sei das stetig wachsende Netz der Schutzgebiete, vom ältesten Naturschutzgebiet im bündnerischen Buhaul (1910) bis zum jüngsten, der Petite Grave im Kanton Genf, das in diesem Jahr entstand.
Insgesamt ist Pro Natura heute an über 600 Naturschutzgebieten beteiligt.
Die rasante Zersiedelung der Schweiz und der ungebremste Verlust der Biodiversität forderten Pro Natura auf der politischen Bühne wie im praktischen Naturschutz unvermindert, so Semadeni.
Anlass zur Gründung der Naturschutzorganisation war die Idee eines Schweizerischen Nationalparks. Um den Pachtzins aufzutreiben, wurde 1909 der Schweizerische Bund für Naturschutz (SBN) gegründet, der sich 1997 in Pro Natura umbenannt hat.
swissinfo.ch und Agenturen
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