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Gotthard-Autobahn nach Felssturz gesperrt

Der Winter gibt sich noch längst nicht geschlagen: Am Sonntag schneite es erneut bis ins Flachland. Auf der Nord-Süd-Achse unterbrach ein Felssturz im Kanton Uri die Gotthard-Autobahn. Noch ist unklar, ob eine Sprengung nötig sein wird.

Fest steht bisher, dass in der Nacht auf Sonntag insgesamt etwa 10 Kubikmeter Fels und Steine zwischen Amsteg und Gurtnellen zu Tale gingen. Zwei grössere Brocken von je 1 Kubikmeter landeten auf der Autobahn. Die übrigen Brocken blieben in den Fangnetzen hängen.

Die Autobahn A2 bleibt daher gesperrt, bis die genauen Umstände des Felssturzes geklärt sind. Die unterhalb der Autobahn liegende Kantonsstrasse kann jedoch vom Lokalverkehr wieder befahren werden.

Im Fall einer Sprengung werde es zu einer längeren Unterbrechung kommen, hiess es. Der Gotthard-Transitverkehr wird derzeit über die San-Bernardino-Route A13 umgeleitet. Die Gotthard-Bahnlinie ist nicht vom Felssturz betroffen.

Kurz nach Mitternacht waren bei Meitschligen zwei grössere Felsbrocken und Geröll auf die Autobahn A2 und die Kantonsstrasse niedergegangen. Vier von Süden kommende Autos fuhren nach Angaben der Polizei in die Felsbrocken. Personen wurden nicht verletzt, die Autos aber stark beschädigt.

Im Mai 2006 war ein deutsches Ehepaar bei einem Felssturz auf der A2 in ihrem Auto ums Leben gekommen. Die Autobahn blieb daraufhin während einem Monat unterbrochen.

Andernorts waren es die erneut starken Schneefälle, die zu Verkehrsproblemen führten: Im Mittelland waren es 6 bis 10 Zentimeter Neuschnee, in den Alpen gar zwischen 30 und 40 Zentimeter.

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