Leuenberger-Appell an Genfer Klimakonferenz
Die Anpassungen der Massnahmen zum Klimaschutz nach Ablauf des Kyoto-Protokolls bedeuteten für die Staaten eine grosse finanzielle Herausforderung, sagte der Schweizer Umweltminister Moritz Leuenberger zum Schluss der Weltklimakonferenz in Genf.
Auch eine gerechte Verteilung dieser Lasten sei wichtig, «damit die vom Klimawandel stark betroffenen Entwicklungsländer den Klimawandel meistern können», sagte der Gastgeber.
Dafür lägen verschiedene Vorschläge auf dem Tisch, darunter auch derjenige der Schweiz, die eine weltweite CO2-Abgabe nach dem Verursacherprinzip einführen möchte.
Die für die Anpassung des Klimaschutzes nötigen Finanzmittel werden laut Departement Leuenberger auf jährlich 200 Mrd. Dollar geschätzt. Die UNO geht gar von 500 Mrd. Dollar aus, davon 50 Mrd. für die ärmsten Länder. Die weniger entwickelten Länder seien nicht in der Lage, diese Mittel aufzubringen, sagte Bundesrat Leuenberger.
Die Konferenzteilnehmer bereiteten in Genf die Tagung vom Dezember in Kopenhagen vor, an der das Abkommen für den Klimaschutz nach Kyoto unter Dach gebracht werden soll.
swissinfo.ch und Agenturen
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