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Kommission des Kantonsrats spricht sich für Tram Affoltern aus

Keystone-SDA

Das Tram Affoltern dürfte im Zürcher Kantonsrat eine klare Mehrheit finden: Die Kommission hat sich für den Staatsbeitrag von bis zu 365 Millionen Franken ausgesprochen. Die SVP fand, die Stadt solle das Tram selber finanzieren.

(Keystone-SDA) Die ÖV-Kapazitätserweiterung im wachsenden Stadtteil Affoltern sei notwendig, fand die Kommissionsmehrheit. Mit 11 zu 4 Stimmen sprach sich die Kommission für den Kredit aus, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Das Projekt bringe zwar auch Nachteile mit sich, etwa Enteignungen oder das Fällen von Bäumen. Doch die Vorteile überwiegen für die Mehrheit. So dürfte sich das Projekt auch über die Region hinaus positiv auswirken.

SVP will Stadt Zürich zahlen lassen

Die SVP sieht das anders: Vom Projekt werde nur die Stadt profitieren, diese solle es deshalb alleine finanzieren. «Der Kantonsrat darf den Verkehrsfonds nicht zur Kasse für die links-grüne Stadtpolitik machen», lässt sich Kantonalpräsident Domenik Ledergerber in einer Mitteilung zitieren.

Andere Parteien kritisieren in ihren Reaktionen zwar einzelne Punkte, sprechen sich aber für das Projekt aus. Die SP moniert etwa, dass Autos weiterhin zu viel Platz hätten. Die FDP will hingegen darauf achten, dass die Bedürfnisse der Autofahrer miteinbezogen werden. Doch die Parteien sehen das Projekt grundsätzlich positiv, die Mitte spricht von einer «zukunftsfähigen Verkehrspolitik.»

Klares Ja in Zürich

Die Verhältnisse in der kantonsrätlichen Kommission sind deutlicher als bei den Parteien in der Stadt Zürich. Dort sprachen sich auch Grüne und AL sowie Teile der GLP gegen das geplante Tram aus. Die Stimmberechtigten stellten sich allerdings mit 68 Prozent deutlich hinter den 160-Millionen-Kredit.

Das Tram Affoltern soll anstelle der Buslinie 32 fahren. Die Stadt verspricht sich von der neuen Tramverbindung eine Kapazitätssteigerung von 50 Prozent. Bis 2040 werden im stark wachsenden Quartier 30’000 Einwohnerinnen und Einwohner mehr erwartet. Der Kantonsrat wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Projekt befassen.

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