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Ausstellung über jüdischen Musiker im Stadthaus Zürich

Bis 14. April zeigt das Stadthaus Zürich eine Ausstellung über den staatenlosen jüdischen Musiker und Anthroposophen Viktor Ullmann, der am 18. Oktober 1944 in Ausschwitz ums Leben kam.

Bis 14. April zeigt das Stadthaus Zürich eine Ausstellung über den staatenslosen jüdischen Musiker Viktor Ullmann, der am 18. Oktober 1944 in Ausschwitz in der Gaskammer getötet wurde. In seinem Tagebuch nannte er sich «der fremde Passagier», und seine Lebensspuren ziehen sich durch Wien, Prag, Zürich, Dornach und Stuttgart.

Ullmann, Jahrgang 1898, war musikalisch beeinflusst von Arnold Schönberg, Alban Berg und Gustav Mahler und leitete von 1929- 1931 die Bühnenmusik am Schauspielhaus Zürich. 1931 trat er der Anthroposophischen Gesellschaft bei und brachte seine neue geistige Orientierung 1934 mit der Oper «Der Sturz des Antichrist» (Text: Albert Steffen) zum Ausdruck.

1942 wurde er aus Prag nach Theresienstadt deportiert, wo er unter den entsetzlichsten Lebensbedingungen seine grossen Meisterwerke schuf wie die Oper «Der Kaiser von Atlantis» und das Melodrama «Die Weise von Liebe und Tod» nach Rilkes «Cornet». Viktor Ullmanns Nachlassbefindet sich im Musikarchiv des Goetheanums.

Die Ausstellung wird in Zürich mit einer Konzertreihe (26.02.-02.06.) mit Werken von Viktor Ullmann ergänzt.

«Viktor Ullmann – ein bewegtes Musikerleben»
bis 14. April 2000
Stadthaus Zürich

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