Ökoholz-Pionierprojekt in Herisau
Im Ausserrhoder Kantonshauptort Herisau entsteht die weltweit erste Wohnsiedlung mit 17 Häusern aus umwelt- und sozialverträglich produziertem Ökoholz mit FSC-Label. Hinter dem Projekt stehen zwei innovative Geschäftsfrauen und der WWF.
Das Bauholz für die Ökosiedlung mit Bodensee-Sicht stammt grösstenteils aus einem Umkreis von 60 Kilometern, wie die Verantwortlichen bei der Vorstellung des Projekts am Montag (11.06.) in Herisau betonten. Das internationale Label FSC («Forest Stewardship Council») garantiert eine naturnahe, sozialverträgliche Waldbewirtschaftung.
Ende Jahr sollen die 17 Einfamilienhäuser (freistehende, Doppel- und Reihenhäuser mit 5½ bis 8½ Zimmern) im Rohbau stehen. Zum ökologischen Gesamtkonzept der Überbauung gehören verdichtete Bauweise, eine schlichte Architektur (Holzelementbau), Regenwassernutzung und ein niedriger Energieverbrauch.
WWF: Vorteil Ökoholz
Hinter dem Projekt stehen die Herisauer Architektin Carin Zimmermann und die Holzbau-Unternehmerin Katharina Lehmann aus Gossau SG. Den Anstoss zur Verwendung von FSC-Holz für die Wohnsiedlung gab der WWF Schweiz.
Die Schweiz verbraucht laut WWF jährlich sieben Millionen Kubikmeter Holz, ein Viertel davon für Bauten. Für den WWF sei die Förderung von FSC-Holz ein grosses Anliegen. Das Ökoholz diene nicht nur dem Schutz der Tropenwälder. Es bringe auch für die Schweizer Wälder ökologische und ökonomische Vorteile.
swissinfo und Agenturen
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