Schweizer Unternehmer bietet Köln umfassende Impressionismus-Sammlung an
Der Schweizer Unternehmer und Kunstsammler Gérard Corboud will der Stadt Köln eine bedeutende Kunstsammlung überlassen. Sie umfasst rund 160 Gemälde des Impressionismus und Pointillismus aus den Jahren 1880 bis 1905.
Der Schweizer Unternehmer und Kunstsammler Gérard Corboud will der Stadt Köln eine bedeutende Kunstsammlung überlassen. Sie umfasst rund 160 Gemälde des Impressionismus und Pointillismus aus den Jahren 1880 bis 1905, darunter Werke von van Gogh, Seurat, Matisse, Renoir, Gauguin und Cézanne. Das neue Wallraf-Richartz-Museum soll die Kunstwerke erhalten.
Einzige Bedingung sei, dass unter den Museumsnamen «in kleiner Schrift» der Name «Fondation Corboud» gesetzt würde, teilte die Kölner Kulturdezernentin Marie Hüllenkremer am Dienstag (25.01.) mit. Zum Hintergrund des Angebots hiess es, die Frau des in Freiburg (Uechtland) lebenden Stifters stamme aus Köln.
Zusätzlich 20 Millionen Franken
Ausser den kostbaren Gemälden wolle Corboud noch 20 Millionen Franken als Stiftungskapital einbringen. Corboud ist, wie dem schweizerischen Beteiligungsatlas 1999 zu entnehmen ist, unter anderem Besitzer der Frascati Beteiligungs AG mit Sitz in Zug.
«Das ist eine ganz grosse Chance für Köln. Damit wäre das Wallraf-Richartz-Museum versorgt, denn bei den knappen Kassen ist die finanzielle Ausstattung der Museen nicht gerade gut.», erklärte die Kulturdezernentin. Mit den Zinsen aus dem Stiftungskapital könnten beispielsweise für das Museum auch Kunstwerke aus dem Mittelalter angekauft werden. Weiter fügte die Kulturdezernentin bei, dass die Gespräche sehr weit gediehen seien, die Stiftung jedoch noch der Zustimmung des Rates bedürfe.
Das neue Wallraf-Richartz-Museum Richard wird Anfang November eröffnet – rechtzeitig zur Kunstmesse Art Cologne (5. bis 12.11. 2000).
SRI und Agenturen
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