Kulturveranstalter Thomas Dürr übernimmt das Musical Theater Basel
Der Kanton Basel-Stadt übergibt das Musical Theater im Baurecht an "Act Theater Management". Es handelt sich um eine eigens dafür gegründete Firma des Kulturveranstalter Thomas Dürr, wie Immobilien Basel-Stadt am Mittwoch mitteilte.
(Keystone-SDA) Die Regierung hatte die Vergabe nach einem zweistufigen Auswahlverfahren beschlossen – es folgt noch die Vertragsunterzeichnung. Die Eigentums- und Betriebsübergabe wird per 1. Januar 2027 erfolgen, wie es im Communiqué heisst.
Die «Act Theater Management» wurde gemäss Handelsregister im September 2026 gegründet. Verwaltungsratspräsident Thomas Dürr ist Gründer der schon lange aktiven Basler Firma Act Entertainment, die auf Musicals, Theaterproduktionen, Konzerte, Comedy und Grossveranstaltungen spezialisiert ist.
Das Nutzungskonzept für das Gebäude sieht einen ganzjährigen Kultur- und Veranstaltungsbetrieb mit Musicals als Schwerpunkt vor; zudem sollen Konzerte, Comedy, Firmenanlässe, Festivals, Ausstellungen stattfinden. Der Kaufpreis für die Liegenschaft beläuft sich auf 1,55 Millionen Franken. «Act Theater Management» wird langfristig einen jährlichen Baurechtszins von rund 280’000 Franken entrichten müssen.
Weiterhin Musicals statt Hallenbad
Als Starthilfe bietet der Kanton eine Staffelung des Baurechtszinses an. Das bedeutet, dass der Zins in den ersten acht Jahren reduziert ist. Damit will der Kanton dem Umstand Rechnung tragen, dass Dürrs Unternehmen keinen laufenden Betrieb übernimmt und Teile des Musical Theaters sanieren muss. Für die Sanierung beschloss der Grosse Rat im Juni 2025 einen Investitionsbeitrag von 15 Millionen Franken.
Das Parlament entschied damals, dass das Gebäude an der Feldbergstrasse als Kulturhaus erhalten bleibt und nicht als Hallenbad umgenutzt wird, wie dies die Regierung beabsichtigt hatte. Das Parlament stellte einer anschliessend zurückgezogenen Volksinitiative zur Erhaltung des Musical Theaters einen Gegenvorschlag gegenüber. Dieser sah eine Ausschreibung im Baurecht sowie eine staatliche Sanierungsausgabe vor.
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