Lawrow über Beziehungen zu USA: Es tut sich nichts
Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat mangelnde Fortschritte der Beziehungen zwischen den USA und Russland beklagt.
(Keystone-SDA) Viel Gutes werde über das Potenzial von Projekten zwischen beiden Ländern gesagt, aber in der Realität tue sich nichts, sagte er in einem Interview mit dem indischen Ableger des staatlichen Fernsehkanals RT.
Russland schätze, dass US-Präsident Donald Trump den Dialog mit Moskau eingeleitet habe. Abgesehen davon folge alles dem Muster von Trumps Vorgänger Joe Biden. Die Sanktionen seien weiterhin in Kraft; die Trump-Administration habe eigene Initiativen ergriffen, um Russlands Wirtschaft zu strafen, sagte der Chefdiplomat.
Unter Trump war der Dialog zwischen Washington und Moskau wieder aufgenommen worden. Seit Trumps Amtsantritt haben er und Kremlchef Wladimir Putin mehrfach telefoniert und sich im August 2025 auch persönlich in Alaska getroffen. Gelegentlich kritisiert der US-Präsident Russland aber auch.
Die USA verstehen sich als Vermittler in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und sassen bei Gesprächen zwischen Moskau und Kiew zuletzt mit am Tisch. Ein Durchbruch gelang allerdings nicht, ein Termin für ein neues Treffen in diesem Format ist nicht bekannt.