Schweizer Armee:Ausgang nur noch in Gruppen
Nach den Angriffen auf Armeeangehörige in den vergangenen Wochen werden für die Soldaten und Rekruten Massnahmen gefordert. Korpskommandant Jacques Dousse empfahl den Schulkommandanten in einem Schreiben, die Soldaten nur noch in Gruppen in den Ausgang zu lassen.
Der Brief sei am Freitag an alle Schulkommandanten verschickt worden, bestätigte der Sprecher des Verteidigungs-Departements (VBS), Christian Kurth, einen Bericht des «Sonntagsblicks».
Überspitzt gesagt, sollen demnach die Rekruten nur noch in Zweierreihen aus den Kasernen und in den Ausgang gehen. Dabei handle es sich aber nur um eine Empfehlung, die Umsetzung obliege den Schulkommandanten, sagte Kurth.
Weiter fordert der Brief, dass der Truppe und dem Kader in Erinnerung gerufen wird, wie sich Armeeangehörige in Uniform im Ausgang zu verhalten haben.
Zudem sollen die Rekruten informiert werden, wie sie bei Provokationen zu reagieren hätten. Gewalt dürfe nicht mit Gegengewalt beantwortet und Selbstverteidigung nur im absoluten Notfall angewandt werden. Polizeilichen Behörden und den Truppenkommandanten müssten dergleichen Vorfälle unbedingt rückgemeldet werden.
Die Armeespitze reagiere damit auf die beiden jüngsten Vorfälle, bei denen Soldaten in Aarau und in Payerne (VD) in Schlägereien verwickelt waren und teilweise verletzt worden waren. Auch wenn diese Vorfälle isoliert betrachtet würden, so gäben sie dennoch Anlass zu Besorgnis, sagte Kurth.
swissinfo und Agenturen
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