Luzerner Justiz hat so viele Fälle erledigt wie noch nie
Die Luzerner Gerichte haben 2025 zum ersten Mal über 10'000 Fälle erledigt. Die Justiz spricht in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung von einem "Rekordjahr".
(Keystone-SDA) Die erstinstanzlichen Gerichte, dazu zählen das Bezirksgericht, Arbeitsgericht, Kriminalgericht, Jugendgericht und das Zwangsmassnahmengericht, überschritten laut Mitteilung erstmals die Marke von mehr als 10’000 erledigten Fällen. Auch das Kantonsgericht und weitere dem Gericht unterstellte Behörden verzeichneten Höchstwerte, wie es weiter hiess.
Es gebe mehrere Gründe für die steigende Zahl von Verfahren, hiess es im Communiqué. So bearbeiteten die Konkursämter mehr Fälle, gleichzeitig stiegen die Konkurseröffnungen wegen einer Gesetzesänderung an. Auch bei Mietstreitigkeiten nahm die Zahl deutlich zu, mitunter wegen des «angespannten Wohnungsmarktes» oder der «zahlreichen Mietvertragsänderungen durch Sanierungen».
Am Kantonsgericht führten laut Mitteilung etwa Berufungsverfahren im Strafrecht und komplexe Bauverfahren zu längeren Verfahrensdauern. Fünf neue Richterinnen und Richter sollen hier Entlastung bringen.
Finanziell schliesst die Luzerner Justiz mit einem Aufwand von rund 67 Millionen Franken besser ab als budgetiert, hiess es. Gründe waren Mehrerträge bei den erstinstanzlichen Gerichten, Grundbuchämtern und dem Kantonsgericht.