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Luzerner Kantonsspital erwirtschaftet 2025 einen Gewinn

Keystone-SDA

Die Digitalisierung und die verstärkte Zusammenarbeit hat sich für das Luzerner Kantonsspital (Luks-Gruppe) 2025 ausbezahlt. Es hat die Kosten unter Druck halten können und dank einer deutlichen Ertragssteigerung einen Gewinn erzielt.

(Keystone-SDA) Wie die Luks-Gruppe am Donnerstag gegenüber den Medien bekannt gab, stieg 2025 der Betriebsertrag um 7,2 Prozent auf 1,341 Milliarden Franken. Der Betriebsaufwand erhöhte sich dagegen nur um 0,7 Prozent auf 1,226 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis (EBITDA) nahm um 238 Prozent auf 114,957 Millionen Franken zu. Unter dem Strich verblieb ein Plus von 42,2 Millionen Franken. 2024 hatte die Aktiengesellschaft ein Minus von 24,6 Millionen Franken verbucht.

Zur Luks-Gruppe gehören neben weiteren Tochterfirmen die Luks Spitalbetriebe AG mit den Spitälern in Luzern, Sursee und Wolhusen sowie die Spital Nidwalden AG. Die Luks-Gruppe habe sich erfolgreich entwickelt und ein Etappenziel erreicht, sagte CEO Florian Aschbrenner.

Mehr Stabilität angestrebt

Die Luks-Gruppe will nach Angaben ihres CEO vor allem mehr finanzielle Stabilität erreichen. Zudem konnte sie zwar die Betriebsgewinnmarge auf 8,6 Prozent erhöhen, angestrebt werden hier 10 Prozent. Der Gewinn sei aber nicht Selbstzweck, sagte Aschbrenner, er solle für Investitionen genutzt werden.

2025 investierte die Luks-Gruppe 160 Millionen Franken. 20 Millionen flossen in den operativen Bereich, der Rest in Bauprojekte. Es sei das Ziel der Luks-Gruppe, ihre Weiterentwicklung selbst finanzieren zu können, sagte Verwaltungsratspräsident Martin Nufer.

Demografische Entwicklung wirkt sich aus

Die Spitäler der Luks-Gruppe behandelten 2025 2,4 Prozent mehr Patientinnen und Patienten stationär. Ambulant betrug die Zunahme der Patientenkontakte 4,8 Prozent. Die Luks-Gruppe erwartet, weil es immer mehr ältere Menschen gibt, in den nächsten Jahren ein weiteres Wachstum. «Die Über-65-Jährigen sind unsere Kernkunden», sagte Nufer.

Dazu kommt der Fachkräftemangel. Der Druck werde hoch bleiben, sagte Nufer. Das Luks werde nicht mehr überall alles anbieten können. Die Konzentration von Leistungen sei auch wegen der Qualität nötig.

Bereitschaft zur Veränderung

Bald soll noch das Spital Obwalden zur Luks-Gruppe stossen. Nur ein Zusammenschliessen sei aber kein Schritt in die Zukunft, sagte Nufer. Es brauche auch die Bereitschaft für Veränderung.

Dazu gehört auch, was die Luks-Gruppe bereits im letzten Jahr erfolgreich praktizierte. Es werde nicht mehr isoliert vom jeweiligen Standort aus gedacht, sondern vernetzt als Gruppe, sagte Aschbrenner. Auch am «Wir-Gefühl» sei gearbeitet worden. Gemäss Nufer wurden auch die Möglichkeiten der digitalen Infrastruktur stärker genutzt, um Synergien abzuholen.

Wirtschaftlichkeit und Qualität schliessen sich nach Ansicht von Aschbrenner gegenseitig nicht aus. Eine gute medizinische Qualität sei die Basis der Wirtschaftlichkeit, sagte er.

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