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Nein zum Zürcher Lehrpersonalgesetz soll Debatte nicht beenden

Nach dem deutlichen Nein zum Lehrpersonalgesetz sind sich die Parteien einig: Die Debatte über die Belastung der Zürcher Lehrpersonen muss weitergehen.

(Keystone-SDA) Das Nein sei kein Nein zu den Lehrpersonen, wird Filippo Leutenegger, Präsident der FDP des Kantons Zürich, in einer Medienmitteilung zitiert. Es sei ein Nein zu einer breit angelegten und dauerhaft teuren Lösung, welche die zentralen Belastungen des Schulalltags nicht beseitige.

Das Nein dürfe aber nicht dazu führen, dass das Geschäft einfach in einer Schublade verschwinde, so die FDP. Nun sei der Kantonsrat gefordert, gemeinsam mit Gemeinden und Schulen «gezielte und breit abgestützte Lösungen» zu entwickeln.

«Ungelöste Herausforderung»

Mit dem Nein bleibe die hohe Belastung im Schulalltag eine «ungelöste Herausforderung», schreibt die Mitte. Insbesondere Klassenlehrpersonen benötigten mehr Zeit für ihre vielfältigen Aufgaben und eine spürbare Entlastung. Der Handlungsbedarf sei nicht vom Tisch. Nun solle ein neuer, mehrheitsfähiger Lösungsansatz entwickelt werden.

Die Grünen nahmen «mit Bedauern» zur Kenntnis, dass der Lehrpersonal-Kompromiss abgelehnt wurde. Ihrer Meinung nach hätte er dazu geführt, dass sich die Lehrpersonen mehr auf ihre Kernaufgabe, die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, hätten konzentrieren können. Auch für sie ist das Thema nicht abgeschlossen. Nun müsse «eine schlankere Lösung» geprüft werden, damit zumindest die Klassenlehrpersonen zeitlich entlastet würden.

Eine gute Schule dürfe nicht auf Gratisarbeit beruhen, schreibt die SP. Wenn die Qualität der Volksschule gesichert werden solle, müsse der Berufsauftrag angepasst werden.

AL: Wichtige Verbesserungen bleiben aus

Die Alternative Linke (AL) nimmt die Ablehnung «mit grossem Bedauern» zur Kenntnis. Das Resultat bedeute, dass wichtige Verbesserungen für die Lehrpersonen und die Volksschule vorerst ausblieben. Weiterhin würden unbezahlte Überstunden für einen funktionierenden Schulbetrieb verlangt, wird AL-Kantonsrätin Nicole Wyss zitiert.

«Die Lehrpersonen bleiben überlastet», schreiben auch die Grünliberalen. Lehrpersonen leisteten weiterhin bis zu acht Wochen unbezahlte Überzeit pro Jahr, und jede fünfte verlasse den Beruf innerhalb von sieben Jahren. «Leidtragende sind die Kinder», so die GLP. Der Kanton verpasse eine Chance, die Volksschule zu stärken.

SVP: «Teure Scheinlösung»

Die SVP begrüsst die Ablehnung des Lehrpersonalgesetzes. Damit habe das Zürcher Stimmvolk eine teure Scheinlösung gestoppt. «Pauschale Lohnerhöhungen nach dem Giesskannenprinzip hätten weder die Bürokratie reduziert noch den Unterricht verbessert», so die SVP. Nun sei der Weg frei für Reformen, welche die Lehrpersonen tatsächlich entlasten würden.

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