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Nidau eröffnet Denkmal für Holocaust-Überlebenden Léon Reich

Keystone-SDA

Die Stadt Nidau hat am Freitag anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Zweiten Weltkriegs eine Gedenkstele für den Holocaust-Überlebenden Léon Reich eingeweiht. Das Denkmal soll an sein Engagement für Vermittlung und Versöhnung erinnern.

(Keystone-SDA) Entworfen hat die Stele die Bieler Künstlerin Hannah Külling, wie die Stadt Nidau am Freitag mitteilte. Der dreieckige Gedenkstein ist gebrochen und um 60 Grad gedreht wieder zusammengesetzt, wodurch die Form eines Davidsterns entsteht. Diese Bruchstelle soll die Shoah symbolisieren. Eine weitere Bruchlinie auf Augenhöhe stehe für die Fähigkeit, an traumatischen Erfahrungen nicht zu zerbrechen.

Das Denkmal wurde an der Ecke Dr.-Schneider-Strasse/Oberer Kanalweg errichtet. Neben Künstlerin Hannah Külling kamen an der Eröffnungsfeier laut der Mitteilung auch der Nidauer Stadtpräsident Tobias Egger, Ideengeber Florian Hitz und Yves Reich, Sohn von Léon Reich, zu Wort.

Léon Reich wurde 1925 in Polen geboren und als Jugendlicher ins Arbeitslager Blechhammer deportiert. Er überlebte das Konzentrationslager Buchenwald und kam 1945 als Flüchtling in die Schweiz, wo er Uhrmacher wurde. Ab 1958 lebte er in Nidau, gründete dort ein Unternehmen für Präzisionsgeräte und engagierte sich ab Mitte der 90er-Jahre als Zeitzeuge in Schulen und an öffentlichen Veranstaltungen. Er verstarb 2014.

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