Noch gut 4000 Reisende in Nahost auf Travel-Admin-App registriert
Eine Woche nach dem Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzungen waren gemäss dem Bund am Samstag noch gut 4000 Schweizer Reisende im Nahen Osten auf der Travel-Admin-App registriert. Das sind deutlich weniger als noch am Tag zuvor.
(Keystone-SDA) Exakt 4039 Reisende, davon 2500 in den Vereinigten Arabischen Emiraten, warteten am Samstagmittag gemäss den neusten Zahlen des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch auf die Ausreise aus der Golfregion.
Noch am Vortag hatte das EDA von 5200 Personen gesprochen, die in der Travel-Admin-App Hilfe bei der Ausreise aus der Region suchten. Dass die Anzahl Personen gesunken ist, dürfte auch mit den beiden Flügen der Gesellschaft Edelweiss vom Samstag zusammenhängen.
Die Edelweiss brachte am Samstag gemäss eigenen Angaben und in Abstimmung mit dem EDA total 404 Passagiere aus dem Oman nach Zürich. Unter den Passagieren befanden sich demnach 250 Schweizer Staatsbürgerinnen und -bürger. Die beiden Flugzeuge starteten am Samstagmorgen im Oman und wurden am frühen Samstagabend in Zürich-Kloten erwartet.
Edelweiss hatte für diese Aktion ihre Kapazitäten erhöht und ihren für dieses Wochenende regulär geplanten Flug aus dem Oman auf zwei separate Flüge aufgeteilt, wie ein Sprecher der Gesellschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA meldete.
Ein erster Sonderflug, durchgeführt von der Swiss, war am Donnerstagnachmittag aus Maskat mit 211 Schweizer Reisenden an Bord in Zürich gelandet. Weitere Spezialflüge waren Stand Samstagnachmittag von Swiss und Edelweiss nicht angesetzt.
Die Lage in den Lufträumen und an den Flughäfen der Golfregion bleibt fragil. Einige der Flughäfen gingen zwar teilweise wieder in Betrieb, mussten aber immer wieder vorübergehend schliessen. So am Samstagmorgen auch der Flughafen von Dubai, nachdem sich nahe eines Terminals eine Explosion ereignet hatte.
Ein Flug der Gesellschaft Emirates von Zürich nach Dubai musste nach dem Vorfall für längere Zeit über der Wüste Dubais warten. Er wurde schliesslich auf einen anderen Flughafen im Emirat umgeleitet, wie auf dem Trackingportal flightradar24.com nachzuverfolgen war. Das Portal «20 Minuten» hatte zuerst über den Flug berichtet.