Papst Leo will Kreuz an Karfreitag selbst tragen
Bei der Karfreitags-Prozession in Rom will Papst Leo XIV. das Kreuz zur Erinnerung an den Leidensweg von Jesus Christus am Kolosseum selbst tragen. Dies verlautete aus dem Vatikan.
(Keystone-SDA) Damit kehrt das neue Oberhaupt der katholischen Kirche zu einer Tradition der Osterfeierlichkeiten zurück.
Für Leo wird dies das erste Osterfest als Pontifex sein. Sein Vorgänger Papst Franziskus war am Ostermontag vergangenen Jahres im Alter von 88 Jahren gestorben.
Wegen seiner angeschlagenen Gesundheit hatte der Argentinier zuletzt nicht mehr am Kreuzweg teilnehmen können, der nach Einbruch der Dunkelheit am Kolosseum stattfindet. Trotzdem kamen regelmässig mehrere Zehntausend Gläubige zu dem fast 2.000 Jahre alten Amphitheater. In den Jahren 2020 und 2021 hatte die Zeremonie wegen der Corona-Pandemie auf den Petersplatz verlegt werden müssen. Die Bilder des Papstes auf dem leeren Platz gingen damals um die Welt.
Leo knüpft wieder an Traditionen an
Zu den Ostertraditionen gehört auch, dass der Pontifex am Gründonnerstag die Füsse von Gläubigen wäscht. Am Sonntag wird Leo nach einer grossen Messe auf dem Petersplatz vor mehreren Zehntausend Menschen den Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis) spenden.
Der 70-Jährige ist das erste Oberhaupt der katholischen Kirche aus den USA. Weltweit gibt es etwa 1,4 Milliarden Katholiken. Leo hat bereits an mehrere andere Traditionen angeknüpft, die Franziskus nicht mehr gepflegt hatte.
Am Karfreitag wurde Jesus nach der Überlieferung zum Tode verurteilt und gekreuzigt. Der Kreuzweg zeichnet die letzten Stationen seines Leidenswegs nach. An Ostern wird dann seine Auferstehung gefeiert.